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Warnung an die Bevölkerung

Großbrand in Sägewerk im Elsass - Rauchwolke bis Karlsruhe sichtbar

Im Elsass ist in einem Sägewerk ein Feuer ausgebrochen. Auch auf der deutschen Rheinseite wurde die Bevölkerung wegen der Rauchentwicklung gewarnt. Mittlerweile hat sowohl die KatWarn-App, als auch die NINA-App eine Entwarnung veröffentlicht.

Ein Traktor steht in Flammen
Bei einem Großbrand in einem Sägewerk im benachbarten Elsass steht eine Lagerhalle in Flammen. Foto: Berthold Wagner/Feuerwehr Baden-Baden

In einem Sägewerk im elsässischen Mothern ist am Montagmorgen gegen 8 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Der Lokalzeitung Dernieres Nouvelles D’Alsace (DNA) zufolge steht eine Lagerhalle in Flammen. Wie die Polizei Karlsruhe auf Nachfrage erklärte, habe das Feuer zudem einen Flächenbrand ausgelöst.

Man befürchte ein Übergreifen der Flammen auf das umliegende Industriegebiet, schreiben die DNA mit Bezug auf die örtliche Polizei. Bewohner benachbarter Häuser seien evakuiert worden, mit Wasserwerfern versuchen die Feuerwehrleute die Bäume in der Nähe zu kühlen. Durch die Hitze des Feuers wurden auch umstehende Häuser und Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen.

Die Rauchwolke aus dem Elsass ist weithin sichtbar - sogar in Karlsruhe.
Die Rauchwolke aus dem Elsass ist weithin sichtbar - sogar in Karlsruhe. Foto: Henry Mungenast/Einsatz-Report24

Zur Unterstützung der Löscharbeiten sind unter anderem die Feuerwehren aus Baden-Baden und Karlsruhe hinzugezogen worden. Man richte sich auf einen längeren Einsatz ein, hieß es. Insgesamt sind rund 200 Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz.

Im Zuge des Einsatzes habe es mehrere Leichtverletzte gegeben, keiner von ihnen habe aber in einer Klinik behandelt werden müssen, sagte Feuerwehrkommandant Sébastien Rossi auf Nachfrage.

Feuer im Elsass: Besorgte Anrufe bei der Karlsruher Polizei

Die Rauchentwicklung vor Ort war zeitweise so stark, dass die Wolke sogar in Karlsruhe und von der A8 bei Karlsbad aus deutlich zu sehen war. Bei der Polizei Karlsruhe gingen am Montagvormittag zahlreiche besorgte Anrufe ein, insbesondere von Autofahrern, die die Rauchwolke von der Autobahn aus gesehen hatten.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde auch auf deutscher Seite eine Warnung für die Bevölkerung ausgelöst. Menschen, die sich in Teilen Mittelbadens und rund um Karlsruhe aufhalten, sollten Fenster und Türen geschlossen halten.

Die Polizei Karlsruhe stehe in Kontakt mit dem Landeskriminalamt und dem Gemeinsamen Zentrum der deutsch-französischen Polizei in Kehl, erklärte ein Sprecher. Am Montagmittag konnte die Warnung in Karlsruhe aufgehoben werden. Im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden bestand sie bis zum Nachmittag weiter fort.

Angaben zur Brandursache liegen noch nicht vor.

Bereits der dritte Großbrand im elsässischen Grenzgebiet innerhalb eines Monats

Erst vor knapp einer Woche hatte ein Feuer in einem Industriekomplex in Hoerdt nahe Straßburg ebenfalls zu so starker Rauchentwicklung geführt, dass auf der deutschen Rheinseite Warnungen für die Bevölkerung ausgelöst werden mussten. Der Rauch zog in großer Höhe über die Ortenau hinweg. Die Feuerwehr war unter anderem mit Messfahrzeugen im Einsatz.

Anfang Juli brannte zudem im elsässischen Boofzheim ein Bauernhof. Auch damals wurde für die angrenzenden Gemeinden in der Ortenau eine Warnmeldung an die Bevölkerung herausgegeben.

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