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Ex-Spielerinnen der SG Steinbach/Kappelwindeck

Handball-Duo aus dem Bezirk Rastatt kämpft mit der HSG Freiburg um Zweitliga-Punkte

Die Handballerinnen Simone Falk und Svenja Wunsch, früher für die SG Steinbach/Kappelwindeck aktiv, spielen inzwischen mit der HSG Freiburg in der Zweiten Bundesliga. Dort treffen sie auch auf weitere Spielerinnen aus dem Bezirk Rastatt.

Gemeinsam am Ball: Svenja Wunsch (links) und Simone Falk, beide früher SG Steinbach/Kappelwindeck, spielen bei der HSG Freiburg in der Zweiten Handball-Bundesliga. Foto: Ralf Sausmann

Im Handball-Bezirk Rastatt ruht coronabedingt der Spielbetrieb. Einige Handballerinnen aus Mittelbaden können allerdings auf höherer Ebene weiterhin ihrer Leidenschaft frönen. So zum Beispiel Torhüterin Zoe Ludwig aus Helmlingen, die bei HL Buchholz 08-Rosengarten in der Bundesliga spielt, die Ebersteinburgerin Anika Henschel (TuS Lintfort) oder auch die aus Sandweier stammende Laetitia Quist (früher SG Steinbach/Kappelwindeck, jetzt TuS Metzingen/TG Nürtingen).

Wunsch muss sich früher als gedacht bewähren

Henschel und Quist trafen dabei mit ihren Zweitliga-Teams jüngst auf zwei weitere Sportlerinnen aus dem Bezirk, die bei der HSG Freiburg in der Zweiten Bundesliga um Punkte kämpfen, nämlich auf die Kappelwindeckerin Simone Falk und auf Svenja Wunsch aus Sandweier. Bei der SG Steinbach/Kappelwindeck haben beide Akteurinnen die Basis für den Sprung in den Bundesliga-Handball gelegt. Falk spielt mittlerweile im zweiten Jahr im Breisgau, Torhüterin Wunsch schloss sich der HSG vor dieser Saison an.

Früher als erwartet kam für die 20-jährige Keeperin die Zeit der Bewährung. „Ich sollte eigentlich langsam an das Bundesliga-Niveau herangeführt werden. Nach der Verletzung von Lena Fischer ging aber alles viel schneller als gedacht“, sagt die Lehramts-Studentin. Und wird von ihrer Mitspielerin Simone Falk umgehend gelobt: „Svenja macht ihre Sache ausgezeichnet.“

Falk trifft beim Tabellenführer viermal

Falk selbst bringt ihre Qualitäten auf der angestammten Linksaußenposition ein. Zuletzt traf sie beim Gastspiel bei Tabellenführer Füchse Berlin viermal, konnte damit die 29:32-Niederlage aber nicht verhindern. Trotzdem begab sich das mittelbadische Duo mit einem guten Gefühl auf die lange Heimfahrt von der Hauptstadt ins Badische.

„Es wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen, aber manchmal machen wir uns das Leben selber schwer“, sagt die 25-jährige Falk, die nun wie Wunsch darauf hofft, dass demnächst gegen vermeintlich leichtere Gegner das Konto aufgebessert und der Vorstoß ins Mittelfeld angepeilt werden kann. Mit 3:13-Zählern belegt die HSG Freiburg den zwölften Tabellenplatz vor Schlusslicht Werder Bremen (1:13) und dem Vorletzten HC Rödertal (2:12).

Wir wissen schon, dass es ein Privileg ist, dass wir aktuell spielen dürfen.
Simone Falk / Handballerin der HSG Freiburg

Die letzte Möglichkeit, in diesem Jahr zu punkten, besteht am Samstag im Heimspiel gegen den HC Leipzig, danach folgt die EM-Pause, ehe am 2. Januar zu Hause gegen Kirchhof der erste Auftritt 2021 steigt - wenn es die Corona-Verordnungen zulassen. „Wir wissen schon, dass es ein Privileg ist, dass wir aktuell spielen dürfen und diskutieren in der Mannschaft natürlich auch über das Thema. Das wird uns mit Sicherheit auch noch länger begleiten. Wir wollen aber einfach das Beste aus der Situation machen“, so Falk.

Rückblende: Nichts zu erben gab es für die HSG-Handballerinnen in den Partien gegen ihre Bezirks-Kolleginnen. Gegen Henschels Lintfort unterlag die HSG zu Hause mit 26:29, gegen die TG Nürtingen, für die Quist ein Zweitspielrecht hat, wurde mit 23:28 verloren. Die Junioren-Nationalspielerin mit dem Hauptengagement beim Bundesligisten TuS Metzingen war dabei mit acht Treffern die überragende Nürtinger Akteurin.

Trainingseinheiten mit der Konkurrentin in der Heimat

Was aber keineswegs für böses Blut bei den Kontrahentinnen sorgte. „Sie hat sich mega entwickelt“, lobt Falk das deutsche Top-Talent. „Das war schon in Ordnung so, weshalb hätte sie sich auch zurückhalten sollen“, merkt Wunsch an, die sich beim Lockdown im Frühjahr zu Hause in Sandweier bei gemeinsamen Trainingseinheiten mit ihrer Freundin Laetitia Quist fit gehalten hat. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

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