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Nach dem PFC-„Löschschaumskandal“ von 2014

Achern erhebt Vorwürfe gegen Umweltministerium: Kommunen und Feuerwehrleute als Sündenböcke?

Der Streit um die Kosten für die Sanierung einer Bodenkontamination mit PFC in Achern reißt einen tiefen Graben zwischen Feuerwehrleuten und Kommunalpolitikern auf der einen sowie Kreis und Umweltministerium auf der anderen Seite auf. Es geht um viel Geld - und zu wenig Wertschätzung.

Explosive Mischung: Für Zündstoff sorgt der „Löschschaumskandal“ in Achern. Bei diesem Brand im Jahr 2014 hatte die Feuerwehr am Ende ein fluorhaltiges Mittel eingesetzt, um der Flammen Herr zu werden. Nun steht eine Bodensanierung an. Foto: Roland Spether

Werden haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute vom Umweltministerium gezielt ins Fadenkreuz genommen, um Regressforderungen gegen kommunale Feuerwehren zu begründen? Diesen Verdacht hegt man im Acherner Rathaus, weil die Stadt für eine Bodenverunreinigung bei einem Brandeinsatz in Haftung genommen werden soll.

Rückblende: Am 21. August 2014 setzte die Acherner Feuerwehr angesichts eines dramatischen Brandgeschehens in einem Chemielager einen PFC-haltigen Löschschaum ein. Das hatte Kommandant Michael Wegel unter anderem mit Vertretern des Landratsamts Ortenaukreis sowie mit der auf solche Einsätze spezialisierten Analytischen Task Force der Berufsfeuerwehr Mannheim so abgesprochen, nachdem andere Löschmittel versagt hatten.

Das Feuer selbst stellte Wegel und seine Leute vor anspruchsvolle Aufgaben – Verschiedene Gefäße explodierten ebenso wie gelagerte Schusswaffenmunition. Fahrgäste am nahen Bahnhof durften nicht aus den Zügen aussteigen, und den Bürgern wurde tagelang vom Verzehr von Obst und Gemüse von landwirtschaftlichen Flächen in einem Kilometer Umkreis abgeraten.

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