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Hoffnungen ruhen auf dem Herbst

Achern sagt Stadtfest 2021 ab: Diese Veranstaltungen fallen in der Region noch aus

Lange haben die Veranstalter gehofft, doch jetzt ist klar: Das Stadtfest in Achern kann wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Und auch anderen Veranstaltungen in der Region droht die Absage – einigen nach 2020 schon zum zweiten Mal.

Ein „Ozapft isch“ wird es in diesem Jahr nicht geben: Das Stadtfest in Achern ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Foto: Roland Spether

Die Feste soll man bekanntlich „feiern, wie sie fallen“, doch 2021 werden erneut viele große Feste, kulturelle Veranstaltungen und geselliges Beisammensein ausfallen.

So teilte Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach (CDU) jüngst mit, dass das geplante Stadtfest am 10. und 11. Juli wegen Covid-19 und den Verordnungen nicht stattfindet.

Ob es als Ersatz ein Fest in einer anderen, derzeit noch nicht denkbaren Form geben könnte, sei aktuell noch nicht absehbar, so die Verwaltung. Das Fest der Feste mitten in Baden wäre das 16. Stadtfest, bei dem die Innenstadt zu einer riesigen Festmeile mit 80 Ständen würde.

Jährlichen Festen droht bereits die zweite Absage

Bei manchen, jährlichen wiederkehrenden Festen wie dem Ziwwl-Fest in Fautenbach oder dem Bohnenfest in Sasbachried droht in jeweils traditioneller Form eine zweite Absage. Dazu gehören auch die Frühjahrskonzerte etwa der Musikvereine Mösbach, Önsbach, Fautenbach und Oberachern, die für die Orte kulturell wichtige Veranstaltungen und für die Vereine notwendige Einnahmequellen sind:

Musikvereine benötigen für Jugendausbildung, Noten, Reparaturen, Trachten, Dirigent und anderes mehr einen Jahresetat von 10.000 Euro, der primär durch Feste, Konzerte und Auftritte finanziert wird. Nun gehen alle in ein zweites Corona-Jahr. Bei dem aktuellen Verbot von Proben ist es ausgeschlossen, dass etwa im April ein normales Konzert stattfindet.

Viele Verantwortliche in Vereinen und Einrichtungen waren im Frühjahr 2020 „ziemlich zuversichtlich“, dass 2021 wieder ein normales Jahr wird. Doch weit gefehlt. Von einem kompletten Ende des Lockdowns ist trotz angelaufener Impfung noch weit und breit nichts zu sehen.

Winzerfest im Oktober möglich?

So sagte Mösbachs Ortsvorsteherin Gabi Bär in Abstimmung mit Vertretern der Hofläden und Gaststätten den Kirschblütenzauber am 25. April ab. Bei schönem Wetter pilgern zu dieser Gala mit Mösbacher Spezialitäten normalerweise um die 10.000 Besucher, so dass ein solches Fest mit Einhaltung der Pandemie-Anordnungen überhaupt nicht denkbar ist.

Selbst in einem kleineren Rahmen wäre es nicht möglich, da Organisation, Kontrolle, Ticketlösung und Kostenrahmen nicht realisierbar und das Finanzielle nicht tragbar sei, so die Ortsvorsteherin. „Schade. Da müssen wir durch. Daher freuen wir uns auf den 10. April 2022 und hoffen, dass wir dann mit neuem Programm voll durchstarten können“.

Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass dies wie in früheren Zeiten möglich ist.
Sonja Schuchter, Bürgermeisterin Sasbachwalden

Die Festpräsidentin des Erntedank- und Weinfestes in Sasbachwalden, Bürgermeisterin Sonja Schuchter, wünscht sich, dass das Impfen so weit voranschreitet, dass im Oktober ein Winzerfest mit Zelt und Umzug gefeiert werden kann. „Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass dies wie in früheren Zeiten möglich ist“.

Sicherlich gebe es noch Einschränkungen, nach denen die Festgemeinschaft entscheiden muss, wie und in welchem Umfang das Winzerfest stattfinden kann. Wenn das nicht funktioniere, soll es die 2. Auflage „Der Alde Gott lebt noch“ geben. „Die Open-Air-Veranstaltung 2020 war äußerst erfolgreich, es gab keine Infektionen und hat allen großen Spaß gemacht“.

Veranstalter hoffen auf den Herbst

Tausende von Besuchern kommen normal im Frühjahr zur großen Acherner Autoschau mit verkaufsoffenem Sonntag und dem Bauernmarkt mit 130 Ständen. Beide Veranstaltungen sind nach den aktuellen Corona-Verordnungen nicht zulässig.

Der hoffnungsvolle Blick der Veranstalter geht Richtung Herbst. Derzeit laufen nach einem Antrag von „Achern aktiv“ Planungen, den „grünen Wochenmarkt“ an mehreren Samstagen um einige Stände von bisherigen „Bauernmarkt-Beschickern“ zu erweitern.

Stände mit wochenmarktfremdem Sortiment oder Unterhaltungsaktionen wie Karussells oder Kindereisenbahn können nicht zugelassen werden, so die Auskunft der Stadt.

Die Federführung bei der Planung und Organisation der Erweiterungsstände erfolgt in Kooperation zwischen der Geschäftsstelle von „Achern aktiv“, dem Fachgebiet Sicherheit und Ordnung sowie dem Fachgebiet Wirtschaftsförderung und Liegenschaften der Stadt.

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