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Verkehr auf der Hauptstraße

Acherner Einzelhandel wehrt sich gegen Einbahnstraßen-Pläne

Die Werbegemeinschaft „Achern aktiv“ will die Umwandlung der Acherner Haupstraße in eine Einbahnstraße verhindern. „Wir wünschen uns positive Veränderungen“, sagt Vorsitzender Philipp Schäfer - und bringt eigene Ideen ins Spiel.

Verkehr in der Hauptstraße in Achern Foto: Roland Spether

Der „Masterplan“ der Werbegemeinschaft „Achern aktiv“ ist klar: „Unser Ziel muss es sein, dass sich möglichst viele gegen die Einbahnstraße als Variante mit zu vielen Nachteilen aussprechen“. Dies schrieb der Vorsitzende von „Achern aktiv“, Philipp Schäfer, den Mitgliedern am 10. September unter dem Stichwort „Eine Einbahnstraße kann in Achern nicht funktionieren“, die gleiche Aussage wurde nun während der Mitgliederversammlung bekräftigt.

„Wir wünschen uns alle positiven Veränderungen für Achern. Der Masterplan darf also nicht massive Nachteile für den Einzelhandel bedeuten, so Philipp Schäfer. „Wir wollen deshalb eine Verkehrsleitung ab dem Zubringer, ein Parkleitsystem, weiterhin viele kostenfreie Parkplätze, den Ausbau des Radwegenetzes, die Mobilitätsdrehscheiben in der Kernstadt und vor allem nach Jahrzehnten die überfälligen Sanierungen am Rathaus- und Markplatz, am Adlerplatz, in der Hauptstraße und in der Kapellenstraße unter Berücksichtigung unserer Ideen und Anregungen“.

Um diese Position und vor allem das Nein von „Achern aktiv“ gegen die Einbahnstraße in das Bewusstsein der Bürger und politischen Verantwortlichen zu bringen, sollen Plakate und Flyer sowie Videos für die Social Media angefertigt und um Unterstützung geworben werden.

In der regen Diskussion ging es um die Einkaufsstadt mit ihrem Branchenmix und der Vielfalt an Veranstaltungen von „Achern aktiv“, die Gäste und Kunden aus der Region und dem Elsass nach Achern ziehen. „Über Jahrzehnte haben sich die Geschäfte gut entwickelt und stellen heute pro Kopf die meiste Einzelhandelsfläche von Karlsruhe bis Lörrach zur Verfügung“, so Philipp Schäfer. Sollte die Einbahnstraße kommen, dann befürchtet „Achern aktiv“, dass die Kunden fern bleiben und Geschäfte in ihrer Existenz bedroht sind. Deutlich wurde auch, dass es sich beim Thema Verkehr in der Innenstadt um ein komplexes Thema handelt und wirklich gute Lösungen überlegt werden müssen. „Das ganze wird in der Testphase schon in sich zusammenbrechen“, meinte ein Mitglied.

Verkaufsoffene Sonntage in Achern?

Weiter informierte Schäfer über sein Schreiben an die Landtagsfraktionen und das Wirtschaftsministerium zum Thema verkaufsoffene Sonntage. Diese würden daran scheitern, weil die Kirchen und die Gewerkschaften gegen diese verkaufsoffene Sonntage „ohne Anlass“ klagen könnten. „Man hätte in der Corona-Krise die verkaufsoffenen Sonntage ohne Anlass zulassen können“, so Schäfer. Vom Land gab es bisher keine Kriterien, ob und wie Weihnachtsmärkte stattfinden könnten. Deshalb und vor allem aufgrund der hohen Auflagen hätten sich die Städte in der Region als Veranstalter noch nicht an dieses Thema herangewagt, für „Achern aktiv“ als Organisator und die Marktbeschicker wäre ein wie auch immer gestalteter Weihnachtsmarkt eine große Herausforderung in Sachen, Abstand, Absperrung, Einlasstickets und anders mehr. Deutlich wurde, dass ein Weihnachtsmarkt wie bisher nicht stattfinden kann, wohl aber ein alternativer Markt etwa mit auseinander gezogenen Ständen. Jetzt heißt es abwarten, was die Landesregierung, die Stadt und die Marktbeschicker wollen.

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