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24 Experimente-Videos

Acherner Schüler und Lehrer veröffentlichen online Chemie-Adventskalender

24 Experimente bis Weihnachten: Ein Acherner Schüler und sein Chemielehrer haben Videos aufgezeichnet, die vom 1. bis 24. Dezember im Internet veröffentlicht werden. Die Videos zeigen chemische Effekte wie der unsichtbar werdende Filzstift.

Adventliche chemische Experimente: Chemielehrer Volker Nüssel und sein Schüler Raphael Jörger haben Videos aufgezeichnet. Vom 1. bis 24. Dezember werden sie im Internet veröffentlicht. Foto: Michaela Gabriel

Verschwindet er oder verschwindet er nicht? Gemeint ist nicht das Corona-Virus, sondern der gelb skizzierte Tannenbaum auf dem kleinen weißen Zettel, den Raphael Jörger in der Hand hält. Der 16-jährige aus Achern-Gamshurst wird von seinem Chemielehrer bei einem weihnachtlichen Experiment gefilmt.

Ziel ist es, einen Chemie-Adventskalender im Internet pünktlich zum 1. Dezember zu veröffentlichen. Jeden Tag wird dann auf der Internetseite des Gymnasiums Achern und auf Youtube ein neues Experiment zu sehen sein.

Mal wird mit Zucker, mal mit Wachs, dann mit Kälte und dann mit Licht gearbeitet. Die beiden haben adventliche Zutaten ausgesucht und wollen damit allen Schülern zeigen, wie interessant das Fach Chemie sein kann. Raphael Jörger jedenfalls macht Chemie so viel Spaß, dass er es als Leistungsfach wählte und jede Woche fünf Chemie-Stunden hat. „Es ist ein super Gefühl, wenn man Wissen und Strukturen miteinander verbinden kann”, sagt er.

Adventskalender soll auch für das Fach begeistern

Da ist zum Beispiel das Wissen, dass gelbe Textmarker farblos werden, wenn man sie ansäuert. Oder dass die Farbe radierbarer Filzstifte unsichtbar wird, wenn man beim Rubbeln mit dem Radierer Wärme erzeugt. Dazu kennt Studiendirektor Volker Nüssel eine verrückte Geschichte: Im sommerlich heißen Auto einer Lehrerkollegin soll die Schrift der Schüler verschwunden sein, die einen solchen Stift für eine Klassenarbeit benutzt hatten. „Aber man kann sie zurückholen”, weiß der Chemie- und Biologielehrer: „Dazu muss man die Blätter ins Gefrierfach legen.”

Tatsächlich verschwindet der gelb aufgemalte Tannenbaum nach und nach, wenn man ihn über heißes Wasser hält und zeigt sich wieder, wenn man den Zettel zwischen Eiswürfeln kühlt. Nach höchsten zwei Minuten soll der Effekt erkennbar sein und die Erklärung des jeweiligen Phänomens ist dann unter dem Filmchen nachzulesen. So soll der Chemie-Adventskalender des Acherner Gymnasiums eine Alternative zur täglich gleichen Schokolade in den üblichen Adventskalendern bieten.

Ich wollte mal was anderes machen als eine Präsentation.
Raphael Jörger, Schüler

Drei Samstage arbeiteten Lehrer und Schüler an den Aufzeichnungen. Den Schnitt der Videos übernahm Volker Nüssel, die Erklärungen steuerte Raphael Jörger bei. Er bekommt dafür am Ende auch eine Note, denn der ungewöhnliche Adventskalender ist eine sogenannte GFS. Das bedeutet „Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen” und ist eine Extraarbeit, die jeder Schüler ab Klasse 7 mindestens einmal pro Jahr leisten muss.

„Ich wollte mal was anderes machen als eine Powerpoint-Präsentation vor der Klasse”, erzählt der chemiebegeisterte Schüler der Kursstufe 1. Sein Chemiekurs mit weiteren zwölf Schülerinnen und Schülern bekam schon mal einen Live-Vorgeschmack auf die Experimente-Serie.

Im Internet startet sie diesen Dienstag und setzt sich dann bis Weihnachten fort. Alle interessierten Kinder und Erwachsene dürfen beliebig oft reinschauen. Einmal wird es aussehen, als würde aus Kupfer Gold werden. Außerdem gibt es Rauchringe, Springbrunnen und „Elefantenzahnpasta” zu sehen.

Internet: gymnasium-achern.de oder youtube.com Suchwort Gymnasium Achern

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