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Stadt investiert in Digitales

Acherner Schulen starten mit Zuversicht und neuen Tablets ins Schuljahr

Insgesamt 523 neue Tablets sollen den Schülern helfen, für die Präsenzunterricht nicht möglich ist und denen kein digitales Endgerät zur Verfügung steht. Eine Schwierigkeit im neuen Schuljahr: Der Betreiber der Mensen muss aufhören.

Symbolische Übergabe: Philippe Schewe (städtische EDV) und Klaus Muttach überreichen Karin Kesselburg und Jutta Luem-Eigenmann (von links) stellvertretend die ersten beiden der 523 Tablets. Foto: Jasmin Diebold, Stadt Achern

Vor dem Beginn des neuen Schuljahrs am Montag sieht man sich in Achern zuversichtlich und gut vorbereitet. Das zumindest war der Tenor eines Pressegesprächs mit Oberbürgermeister Klaus Muttach, der Geschäftsführenden Schulleiterin Karin Kesselburg und der Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats, Jutta Luem-Eigenmann.

Noch vor dem Start werden an die Schulen 523 Tablets ausgegeben, die für Schüler gedacht sind, für die Präsenzunterricht nicht möglich ist und denen kein digitales Endgerät zur Verfügung steht. Die Schuldigitalisierung in Achern sei auf einem guten Weg, so der OB: 2016 bis 2018 wurden alle Schulen mit Netzwerk und Multimediatechnik ausgestattet, Gymnasium und Gemeinschaftsschule hatten dies in Eigenleistung getan.

Der gesamte Schul-Medienplan soll bis 2024 umgesetzt sein, tatsächlich will man das in Achern aber deutlich früher schaffen. Insgesamt werden dafür 1,3 Millionen Euro investiert, die zu 80 Prozent durch Landeszuschüsse finanziert werden, während die Stadt die übrigen 20 Prozent übernimmt, also 260.000 Euro; für die Tablets wurden 235.000 Euro fällig.

Mensa-Betreiber will bis Jahresende „durchhalten“

Schwierig wird es im kommenden Schuljahr allerdings, was die Schulmensen angeht: Der Betreiber, der die Acherner Schulen beliefert, muss coronabedingt aufhören - bis zum Jahresende versuche er noch durchzuhalten. Dann sei man froh, wenn auf die Ausschreibung wenigstens eine gute Bewerbung eingehe, so Muttach.

Wichtigster Punkt zum Start sei erst einmal eine Gesundheitsbestätigung, die alle Kinder am ersten Tag mitbringen müssen - und Ehrlichkeit beim Ausfüllen und bei der Frage, ob man die Ferien in einem Risikogebiet verbracht hat, betont Karin Kesselburg.

Wer ohne in die Schule komme, werde getrennt von den anderen Schülern untergebracht: „Wir können nicht riskieren, eine ganze Klasse schließen zu müssen.“ Für den Notfall soll es auch einen kleinen Vorrat an Einwegmasken geben, denn ein Mundschutz ist an weiterführenden Schulen gemäß Landesverordnung in Fluren und auf Schulhöfen Pflicht. Es gebe eine kleine Minderheit an Eltern, die sich dagegen wehren - an dieser Stelle müsse man das Tragen von Masken in der Schule mit Hilfe des Hausrechts durchsetzen.

Große Kreisstädte verfolgen gemeinsame Linie

Damit in Fragen wie diesen an allen Schulen gleich gehandelt wird, haben sich die Großen Kreisstädte, das Landratsamt und das Schulamt abgestimmt und ihre Ergebnisse auch den kleineren Gemeinden als Empfehlungen weitergegeben. Unter anderem sollen Klasseneinheiten möglichst unter sich bleiben, in ihren Wahlpflichtfächern können die Schüler aber neu zu jeweils festen Gruppen zusammengesetzt werden.

Das gilt auch für die Ganztages- und die Schulkindbetreuungen, die weiter angeboten werden. Sportunterricht soll darüber hinaus - bis auf das Duschen - ohne Einschränkungen vonstatten gehen.

Damit sich die Schüler außerhalb des Unterrichts möglichst wenig im „Pulk“ begegnen, gibt es, wie im kleineren Rahmen schon im Frühjahr, Leitsysteme durch die Schulgebäude und versetzte Pausenzeiten - „ein unglaublicher Aufwand“, so Karin Kesselburg.

„Wir müssen das alles erst im großen Betrieb lernen.“ Jutta Luem-Eigenmann lobte unterdessen den guten Informationsfluss zwischen Schulen, Stadt und Eltern. Auf den Wunsch Letzterer dürften auch Präsenz-Elternabende nun wieder stattfinden, allerdings zeitlich entzerrt und zum Teil in größeren Sälen und Hallen.

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