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Verschärfte Hygieneregeln

Mehrere Bewohner und Mitarbeiter der Diakonie Kork sind mit dem Coronavirus infiziert

Die Corona-Pandemie stellt das Epilepsiezentrum der Diakonie Kork vor große Herausforderungen. Derzeit sind vier Bewohner und vier Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, ebenso eine Person aus dem Ambulant Betreuten Wohnen.

Ein Epilepsiezentrum mit bundesweitem Ruf betreibt die Diakonie Kork. Um die personelle Ausstattung der Wohngruppen für behinderte Menschen streitet man gerade heftig mit dem Ortenaukreis. Foto: Hoffmann

Die Corona-Pandemie stellt das Epilepsiezentrum der Diakonie Kork vor große Herausforderungen. Dort sind derzeit vier Bewohner und vier Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert, ebenso eine Person aus dem Ambulant Betreuten Wohnen.

Das bestätigt Diakonie-Sprecherin Laura Weber auf Anfrage unserer Redaktion. Zwei der vier an Covid-19 erkrankten Bewohner werden in einer isolierten Station der Diakonie-eigenen Séguin-Klinik behandelt. Plätze zur Beatmung von Patienten hat das Krankenhaus jedoch nicht. Eine weitere infizierte Person ist deshalb inzwischen im Ortenau Klinikum Kehl.

Positiv getestete Mitarbeiter und ein weiterer Bewohner sind in Quarantäne, da sie keine Symptome zeigten, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen würden: Die mit dem Coronavirus infizierten Personen seien nicht in einem kritischen Zustand, es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut, wie es weiter heißt.

Die Diakonie Kork geht davon aus, dass sich trotz verschärfter Hygienemaßen und Zugangsregelungen weitere Personen mit dem Virus anstecken könnten. Im Ernstfall müssten Patienten dann in das Kehler Krankenhaus oder andere Kliniken gebracht werden.

Atemschutzmasken gegen Corona-Ansteckungen fehlen

Auch der Diakonie Kork fehlt es an ausreichender Schutzausrüstung. Insbesondere mangele es an Atemschutzmasken des Typs FFP2 oder FFP3.

Wie das Virus in das Epilepsiezentrum gelangen konnte, lässt sich laut Weber nicht nachverfolgen. „Wir haben 1.500 Mitarbeiter, darunter viele aus Frankreich, zudem 500 Bewohner.“ Da sei eine Rückverfolgung der Infektionskette sehr schwierig. Generell dürfen gesunde Angestellte aus Frankreich weiter in Kork arbeiten.

Angehörige dürfen mit Covid-19 infizierte Bewohner nicht mehr besuchen

Der Tagesablauf hat sich für die Bewohner im Zuge der Corona-Krise verändert. Das Personal betreut Heimbewohner tagsüber nur noch in den Wohngruppen. Dabei werde geachtet, dass die Gruppen innerhalb der Häuser getrennt sind. „Die Heilpädagogische Förderung kommt nun ins Haus“, erklärt Weber.

Die Arbeit in den Werkstätten läuft lediglich in einer Minimalbesetzung, um Aufträge für die Papierproduktion zu erfüllen. Es gilt ein striktes Kontaktverbot. So fällt es den Bewohnern schwer, dass sie von Angehörigen nicht mehr besucht werden können, berichtet Weber.

Die Diakonie Kork sucht Masken-Spender

Gleich zu Beginn der Corona-Krise in Deutschland hat die Diakonie Kork die Hygienemaßnahmen nach eigenen Angaben verschärft. Der Lehr- und Ausbildungsbetrieb an der Oberlin-Schule sowie an der Fachschule für Heilerziehungspflege ist ausgesetzt. Die Diakonie Kork hat zudem sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Die Alte Landschreiberei, ein von der Diakonie betriebenes Café in Kork, ist ebenfalls geschlossen.

Da es der Diakonie Kork vor allem an professionellen Schutzmasken fehlt, startet sie einen Spendenaufruf. Sie bittet insbesondere Firmen und Handwerksbetriebe, der Diakonie Masken des Typs FFP2 oder FFP3 zur Verfügung zu stellen.

OP- und Stoffmasken sind nicht geeignet. Im Gegensatz zu normalen Stoffmasken handelt es sich um abschließende Masken mit entsprechenden Filtern. Solche Masken setzen zum Beispiel Lackierbetriebe und Schreinereien ein.

Die Diakonie Kork hat deshalb eine Sammelstelle eingerichtet, um bei Bedarf die Masken an Sozialstationen und Pflegeeinrichtungen weiterzugeben. Einzelne Masken können an der Pforte abgegeben werden, für größere Mengen können sich Spender an Annette Stahl, astahl@diakonie-kork.de wenden.

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