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Durststrecke in der Pandemie

Chöre und Corona: Bleiben die Sänger ihren Vereinen treu?

„Singen verboten“ lautet die Devise zu Coronazeiten. Keine Chorproben. Keine Konzerte. Keine Einnahmen. Ob 2021 überhaupt ein Chor auftreten darf, steht in den Sternen.

Längst Vergangenheit: Das Jahreskonzert der Acherner Liedertafel liegt bereits mehr als ein Jahr zurück. Vorsitzender Gunter Harder-Knoop vermisst solche musikalischen Abende, steht jedoch in regelmäßigem Kontakt zu den Chormitgliedern. Foto: Michael Karle

Heinz Vogel singt seit mehr als 30 Jahren. Die musikalische Durststrecke trifft ihn hart, wann er wieder gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Sasbachwalden/Obersasbach auftreten darf, weiß er nicht. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht“, sagt Vogel.

Für ihn bedeutet die Mitgliedschaft im Verein mehr als nur Lieder einzustudieren und Konzerte zu geben. „Was fehlt, ist der zwischenmenschliche Kontakt“, betont er. Gemeinsame Abende in Restaurants und am Stammtisch machen für ihn die Mitgliedschaft in der Chorgemeinschaft aus.

Seit März vergangenen Jahres hat der Chor nicht mehr geprobt. Dennoch: Die Sänger und Sängerinnen bleiben ihrem Verein treu, ein Mitgliederabgang habe es bisher nicht gegeben, sagt Vogel. Finanziell steht die Chorgemeinschaft gut da, auch wenn die ausbleibenden Konzerte und Feste natürlich ein Loch in der Vereinskasse hinterlassen. Chorleiter Franz Schmälzle verzichte auf sein Honorar, daher habe der Verein derzeit „keine Kosten“, sagt Heinz Vogel.

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