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Auch Ehrenamtliche unterstützen

Corona-Impfung: Hier gibt es im Raum Achern Hilfe bei der Terminvereinbarung

Wer hilft, wenn man bei der Vereinbarung eines Impftermins Unterstützung braucht? Im Raum Achern machen das Gemeinden oder Ehrenamtliche – und erleben dabei selbst so manche Tücken.

Computer und Smartphone griffbereit: Wer einen Termin buchen will, findet unter bnn.de eine Übersicht. Für Menschen, die dabei Hilfe brauchen, gibt es in der Region Anlaufstellen. Foto: Stefanie Prinz

Stunden an Arbeit für eine Handvoll vermittelter Impftermine: Dass der Weg zur Corona-Impfung mitunter ganz schön kompliziert sein kann, weiß auch Iris Biel: Sie ist Seniorenrätin in Rheinau und eine der Ehrenamtlichen, die mancherorts Menschen bei der Terminvereinbarung unterstützen, denen die technischen Schritte bis dahin selbst nicht ganz geheuer sind.

Dabei hat sie schon manche Stolpersteine erlebt. Die Redaktion gibt zudem einen Überblick über ähnliche Anlaufstellen in der Region, die bei Terminen oder Fahrten zu den Impfzentren helfen. Eine Übersicht über freie Impftermine findet man hier.

„Einen 94-Jährigen, der zwei polnischsprachige Pflegerinnen hat, habe ich zum Beispiel unterstützt – ohne Hilfe von außen ging es da nicht“, berichtet Iris Biel.

Die Tücken bei den Terminen für die Corona-Impfung

Gerade betagte Menschen der ersten Impfgruppe hätten Schwierigkeiten, während eines Anrufs bei der zentralen Impf-Nummer 116117 im richtigen Moment die richtigen Tasten am Telefon zu drücken, um an der passenden Stelle herauszukommen: Einmal die falsche Ziffer gewählt, landet man nicht bei den Terminen, sondern bei einem Mitarbeiter, der über die Impfung informiert, oder man fällt gleich ganz aus der Leitung.

Viele sind in dem Moment einfach unsicher.
Iris Biel, Seniorenrätin in Rheinau

„Wenn sie durchgekommen sind, müssen die Leute die Postleitzahl des Impfzentrums parat haben, also eine andere als die eigene zu Hause“, sagt Biel. In der Aufregung habe mancher das schon ebenso vergessen wie im Extremfall das eigene Geburtsdatum. „Viele sind in dem Moment einfach unsicher.“

Sie selbst stieg irgendwann vom Telefon („Da hört man meistens nur das Besetzt-Zeichen“) auf die Vereinbarung über das Internet um, das Smartphone neben dem Computer bereitgelegt. Die Fahrt zur Impfung sei dann für viele ein „Halbtagesausflug“, die Zentren nicht gut in der Region verteilt: Einen Brief an den Gesundheitsminister, mindestens aber an den Landrat will sie deshalb schreiben, sagt Iris Biel. Indes sei der Rheinauer Seniorenrat froh, überhaupt helfen zu können.

Impftermin: Übersicht über Anlaufstellen in der Region

Achern: Die Stadt Achern hat unter der Telefonnummer (07841) 642-1950 eine Corona-Hotline eingerichtet und aufgrund der zunehmenden Anrufe auch die Zahl der Mitarbeiter an dieser Stelle aufgestockt. Wer impfberechtigt ist, kann dort seine Kontaktdaten hinterlassen und wird zurückgerufen, sobald Impftermine gebucht werden können.

Kappelrodeck: Die Gemeinde Kappelrodeck bietet unter der Telefonnummer (07842) 802-10 Unterstützung bei der Terminbuchung für Bürger, die das selbst nicht können oder keine anderweitige Hilfe haben, sagt Bürgermeister Stefan Hattenbach. Fahrten zum Impfzentrum organisiert die Gemeinde nicht, vermittelt aber an Beförderungsunternehmen.

Lauf: Wer Hilfe bei der Terminvereinbarung braucht, kann sich in Lauf an die Gemeindeverwaltung wenden (Zentrale: (07841) 2006-0). Zudem begleiten die Helfer der Nachbarschaftshilfe Lauf Bürger zum Impfzentrum und sind bei Bedarf beim Termin dabei. Dabei handelt es sich, wie Bürgermeister Oliver Rastetter betont, allerdings nicht um einen Fahrdienst.

Rheinau: Die Geschäftsstelle des Seniorenrats im Rheinauer Rathaus, vormittags erreichbar unter (07844) 400-39, vermittelt Bürger an Ratsmitglieder, die bei der Terminvereinbarung helfen. Fahrten übernehmen diese allerdings nicht; das wiederum bieten einzelne Mitglieder des Ortschaftsrats Rheinbischofsheim an. Seit Beginn der Pandemie habe sich eine große Hilfsbereitschaft gezeigt: In allen Ortsteilen seien Hilfsangebote entstanden, über die die Stadt auf ihrer Internetseite unter der Rubrik „Rheinau hilft“ hinweist.

Sasbachwalden: Eine Unterstützung bei der Terminvereinbarung sei in Sasbachwalden derzeit nicht geplant, bei größerer Nachfrage aber denkbar, sagt Bürgermeisterin Sonja Schuchter. Fahrten zu den Impfzentren Offenburg und Bühl bietet unterdessen der Caritative Förderverein Sasbachwalden für alleinstehende Senioren oder Menschen an, für die im eigenen Umfeld keine Fahrt organisiert werden kann. Ansprechpartnerin ist Erna Fallert, Telefon (07842) 5325.

Seebach: Bei Schwierigkeiten bei der Terminvereinbarung steht auch in Seebach die Gemeindeverwaltung bereit (Zentrale: (07842)9483-0). „Sollte jemand nicht mobil sein, können wir Fahrdienste zum Impfzentrum über das DRK Ottenhöfen-Seebach anbieten“, sagt Bürgermeister Reinhard Schmälzle.

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