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Stadt reagiert

Bedarf an Kindergartenplätzen in Achern wird immer größer

Neubaugebiete und die wachsenden Ansprüche der Eltern haben Folgen: In Achern werden in den kommenden beiden Kindergartenjahren fast 200 neue Betreuungsplätze geschaffen.

Millionenprojekt: Die Stadt Achern stellt sich auf einen steigenden Bedarf an Kindergartenplätzen ein. Allein 44 werden im Antoniuskindergarten in Oberachern geschaffen. Foto: Michael Moos

Dass eine ausreichend großen Zahl von Kindergartenplätzen bereitstehen, bleibt eine zentrale Aufgabe der Stadt Achern. Neue Baugebiete, aber auch ein veränderter Bedarf bei den Angebotsformen wirken sich aus: In den nächsten beiden Jahren müssen fast 200 Kindergartenplätze neu geschaffen werden. Gleichzeitig deuten sich Veränderungen bei den Kindergärten an: Die Kirche will drei Gebäude veräußern.

„Die Kinder werden immer jünger, und die täglichen Betreuungszeiten immer länger, brachte Oberbürgermeister Klaus Muttach (CDU) bei der Vorstellung des Kindergarten-Bedarfsplans im Sozialausschusses die Sache auf den Punkt.

Muttach versprach mit Blick auf das am 1. September beginnende Kindergartenjahr eine „bedarfsorientierte Planung“. Eltern hatten im Vorfeld ihre Wünsche bezüglich der benötigten Plätze und Betreuungsformen anmelden können.

Unter dem Strich steht die Erkenntnis, dass die Zahl der Betreuungsplätze weiter ausgebaut werden muss. Während im künftigen Antoniuskindergarten in Oberachern, im Kindergarten Sasbachried, im Kindergarten St. Nikolaus in Gamshurst oder dem Kindergarten St. Martin in Großweier die Plätze ohne Änderung der Betreuungsformen ausreichen, bestehe in anderen Einrichtungen kaum noch Spielraum.

Und in Mösbach gibt es bereits heute einen deutlichen Nachfrageüberhang. Einen zusätzlichen Schub erwartet man mit der Realisierung des dort geplanten Neubaugebiets „Bühli“. Ein Anbau an den bestehenden Kindergarten wird deshalb nicht ausgeschlossen.

Ausbau auch in anderen Stadtteilen

Während in Achern auf dem ehemaligen Glashüttengelände ein komplett neuer Kindergarten entsteht und auch in Oberachern im Antoniuskindergarten schon bald 44 weitere Plätze zur Verfügung stehen, will die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem kirchlichen Kindergartenträger auch in anderen Stadtteilen das Angebot ausbauen.

Möglich wird das etwa durch eine Änderung der Betriebserlaubnis, im Fall der Kindertageseinrichtung in Wagshurst denkt man aber auch an eine Aufstockung des bestehenden Gebäudes. Bauliche Maßnahmen stehen möglicherweise auch in Fautenbach und Önsbach an. Unter dem Strich entstehen zum neuen Kindergartenjahr 90 zusätzliche Plätze.

Für die 90 zusätzlichen Plätze müssen nach Berechnungen des Oberbürgermeisters zehn neue Personalstellen geschaffen werden. Weitere 15 Kräfte müssen eingestellt werden, wenn im Kindergartenjahr 2022/23 der neue Kindergarten auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte mit 105 Plätzen in Betrieb geht. Insgesamt 1,6 Millionen Euro pro Jahr sind für den zusätzlichen Personalbedarf fällig.

Weitere Investitionen müssen eingeplant werden, wenn die Stadt das Angebot der katholischen Kirchengemeinde annimmt und das Eigentum an den Kindergartengebäuden in Fautenbach, Gamshurst und Großweier erwirbt. Ein entsprechendes Gesprächsangebot liegt der Stadtverwaltung laut Muttach vor. Die Trägerschaft wolle die Kirche jedoch nicht abgeben, berichtete der Oberbürgermeister.

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