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Coronavirus und die Folgen

Die Städte Achern und Rheinau sagen zahlreiche Veranstaltungen ab

Das Auftreten des Coronavirus beeinträchtigt das öffentliche Leben: Die Städte Achern und Rheinau haben zahlreiche Veranstaltungen abgesagt. Betroffen sind auch der Bauernmarkt in Achern und der "Kirschblütenzauber" im Stadtteil Mösbach.

Händeschütteln ist im Acherner Rathaus ab sofort verboten. Foto: None

Das Coronavirus veranlasst Firmen und Gemeindeverwaltungen zu teilweise weitreichenden Maßnahmen. In Achern und Rheinau wurden Veranstaltungen abgesagt. Im Acherner Rathaus gilt außerdem folgende Dienstanweisung: „Für Ihre und unsere Gesundheit verzichten wir auf das Händeschütteln und schenken Ihnen stattdessen ein Lächeln.“

„Wir entscheiden das zeitnah“, hatte Oberbürgermeister Klaus Muttach noch am Sonntag auf eine Anfrage unserer Zeitung zur möglichen Absage von Veranstaltungen gesagt. Am Montag war klar: „Wir werden geplante Großveranstaltungen mit unvermeidbaren zahlreichen Kontakten zwischen Menschen absagen.“

Kein Bauernmarkt und auch kein Kirschblütenzauber

Dazu zählen der Bauernmarkt am 21. März, der Geschirrflohmarkt „Tasse sucht Teller“ am 4. und 5. April sowie der Kirschblütenzauber in Mösbach am 5. April. „Mir ist bewusst, dass diese Absagen vor allem für die Veranstalter schmerzhaft sind, weil auch schon finanzielle Vorleistungen erbracht wurden“, erklärte Muttach.

Vorrang für Schutz der Bevölkerung

In der gegenwärtigen Situation habe aber auch in Abwägung mit wirtschaftlichen Interessen der Schutz der Bevölkerung eindeutig Vorrang. Darüber hinaus ist auch bei mittelgroßen Veranstaltungen eine Absage konkret in Erwägung zu ziehen Deshalb wurde die Veranstaltung „Gesichter des Sports“ mit der Sportlerehrung am kommenden Freitag, 13. März und auch die gong-Veranstaltung mit Kabarettist Florian Schroeder am 26. März ebenso wie die Feuerwehr-Hauptversammlung am 27. März abgesagt.

"Nehmen die Situation sehr ernst"

Händeschütteln sind auch in Sasbachwalden und in Lauf tabu. „Die Gemeinde Lauf nimmt die Situation sehr ernst“, erklärte Bürgermeister Oliver Rastetter. Man habe schon vor zwei Wochen einen Krisenstab mit Vertretern der Gemeindeverwaltung, Feuerwehr und DRK-Ortsverein gebildet. Man stehe mit Schule und Kindergarten in regelmäßigem Kontakt um die Elter bezüglich des Coronavirus und auch Inluenza zu sensibilisieren. Im übrigen arbeite man darauf hin, dass größere Veranstaltungen in der Neuwindeckhalle verschoben werden. Rastetter: „Ziel unserer Maßnahmen ist es, die Gesundheit unserer Bevölkerung zu schützen.“ Die Gemeinde Sasbachwalden hat nach Auskunft von Bürgermeisterin Sonja Schuchter keine Veranstaltungen abgesagt. Momentan gebe es hier auch keine größeren Veranstaltungen.

"Setzen auf den gesunden Menschenverstand"

„Wir verfahren bei der Gemeinde Ottenhöfen gemäß den Handlungsempfehlungen des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg,“ erklärte der Ottenhöfener Bürgermeister Hans-Jürgen Decker auf Anfrage. Ähnliches ist von Deckers Amtskollege Reinhard Schmälzle (Seebach) zu hören. In Ottenhöfen wurde die für Samstag, 14. März, geplante Jahreshauptversammlung der Feuerwehr auf einen späteren Termin verschoben.

„Auf den gesunden Menschenverstand“ von Veranstaltern und Besuchern setzt Kappelrodecks Bürgermeister Stefan Hattenbach bei der Beurteilung der Frage, ob Veranstaltungen abgesagt werden müssen.

Rheinau verzichtet auf Einwohnerversammlungen

Weitreichende Maßnahmen hat die Stadt Rheinau getroffen: sagte angesichts der aktuellen Entwicklung von bestätigten Corona-Erkrankungen in Rheinau und in der nördlichen Ortenau bis auf weiteres alle städtischen Veranstaltungen wie beispielsweise Kindergartenfest, Veranstaltungen der Stadtkultur und die Brennholzversteigerung vorsorglich ab. Auch die zentrale Einwohnerversammlung am 18. März sowie alle danach folgenden Einwohnerversammlungen in den Stadtteilen werden nicht stattfinden.

Ansteckungsrisiko soll verringert werden

Bürgermeister Michael Welsche: „Die Absage soll dazu beitragen, dass das Ansteckungsrisiko nicht unnötigerweise erhöht wird“. Diese Maßnahme solle auch dazu dienen, Schließungen von Kindergärten, Schulen und Betrieben sowie lange Krankheits- und Quadrantänezeiten zu reduzieren, hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden.

Absagen auch in Renchen

Bekannt sind  Absagen auch in Renchen. Dort entfällt das für den 15. März unter dem Motto „Unsere Jugend präsentiert sich“ geplante Jugendvorspiel des Nachwuchses der Stadtkapelle, ebenso der für den 14. März terminierte Kaffeenachmittag des Frauentreff Renchen in den Räumen des betreuten Wohnens in der Goethestraße,

Firma sieht "allgemeine Verunsicherung"

Eine „allgemeine Verunsicherung im Unternehmen und bei Geschäftspartnern“ spürt man bei der fischer-group in Fautenbach. Björn Weber als kaufmännischer Geschäftsführer warnt vor „Hysterie“, hat gleichzeitig aber auch einen „Hygiene-Leitfaden“ für Mitarbeiter erstellt, die Regelungen für Dienstreisen und Messebesuche der aktuellen Situation angepasst, Verhaltensrichtlinien für Transportdienstleister definiert und einen Fragebogen für Fremdfirmen versandt. Er hat aber auch positive Nachrichten von der chinesischen Tochtergesellschaft: Am Standort in Taicang arbeite mittlerweile wieder 90 Prozent der Belegschaft.

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