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Nach 20 Jahren

Entscheidender Durchbruch für neues Wohngebiet in Mösbach

Was lange währte, soll nun endlich gut werden. Der Acherner Bau- und Umweltausschuss hat am Montagabend den Weg für das neue Baugebiet Bühli in Mösbach geebnet.

Obstbäume so weit das Auge reicht. Gut sechs Hektar groß ist das "Bühli"-Areal in Mösbach. Nun sollen die Obstbäume Platz machen für ein neues Wohngebiet. Foto: Michael Brück Foto: Michael Brück

Gut 20 Jahre hatte es gedauert, bis nun wieder neuer Wohnraum im Acherner Ortsteil geschaffen werden kann. Auf einem rund sechs Hektar großen Gelände, das bislang landwirtschaftlich, vorwiegend für den Obstanbau, genutzt wurde, sollen auf einer reinen Wohnbaufläche von 3,67 Hektar schon bald 65 Bauplätze entstehen, insgesamt bis zu 130 Wohneinheiten. Das Gelände soll 52 Bauplätze für Doppelhäuser und 13 für eine Einfamilienhaus-Bebauung ausweisen.

Zunächst mussten die Ausschuss-Mitglieder allerdings grünes Licht für eine Teiländerung des aktuellen Flächennutzungsplans geben. Denn ursprünglich sollte auf dem Areal Gallenbühnd ein Wohngebiet entstehen, diese Entwicklung war allerdings an einigen anderen Hürden gescheitert.

Bühli soll Heimat für Familien werden

Der neue Plan: Aus dem Gallenbühnd wird eine landwirtschaftliche Fläche, und die landwirtschaftliche Fläche auf dem Bühli soll dafür künftig die neue Heimat zahlreicher junger Familien werden. „Es hat lange genug gedauert“, erklärte dann auch Mösbachs Ortvorsteherin Gabi Bär, die dem Ausschuss ans Herz legte, nun tatsächlich die Weichen für das Projekt zu stellen.

Es hat lange genug gedauert.
Gabi Bär, Ortsvorsteherin in Mösbach

„Seit 20 Jahren gibt es keine bebaubaren Grundstücke mehr in unserem Ort“, erklärte sie. Die Folge sei, dass in den vergangenen Jahren immer mehr bauwillige junge Familien aus ihrem Heimatort weggezogen seien und auch von außerhalb keine Zuzüge mehr stattfänden. „Dabei signalisieren uns viele Bürger, dass sie sofort wieder nach Mösbach ziehen würden, wenn es nur endlich Platz für eine Wohnbebauung gäbe“, so Bär. V

iele seien sogar bereit, dafür ihre derzeitigen Häuser an anderen Orten wieder zu verkaufen. Nach einer langen Zeit, in der man immer wieder von Eigentümern und Anwohnern Steine in den Weg gelegt bekommen habe, sei es nun an der Zeit, Mösbach wieder zukunftsfähig zu machen, betonte die Ortsvorsteherin. „Wir brauchen dieses Baugebiet“, appellierte sie in Richtung des Ausschusses.

Gebiet ist besondere Herausforderungen

Carlo Frohnapfel vom Acherner Bauamt erläuterte der Versammlung die Besonderheiten und Herausforderungen des geplanten Baugebietes, klärte über Bebauungsdichte und die Umnutzung der landwirtschaftlichen Flächen auf und erläuterte, warum nach Ansicht der Verwaltung aus städtebaulicher Sicht ein Tausch der beiden Flächen sinnvoll sei, obwohl die Topografie die Planer vor einige große Aufgaben gestellt habe.

Eine besondere Herausforderung sei etwa die Anlage eines unterirdischen Retentionsbeckens, das Regenwasser auffangen soll. „Die Entwicklung des Stadtteils Mösbach wird so nachhaltig gefördert“, erklärte Frohnapfel. Wichtig war ihm zudem der Hinweis darauf, dass durch den Flächentausch der Landwirtschaft keine zusätzlichen Ackerflächen bester Bodenqualität entzogen würden.

Dennoch seien zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen notwendig gewesen. Unter anderem habe man im Bereich Maiwald eine Pachtfläche zurücknehmen müssen, um dort eine großräumige Blühfläche zur Verfügung zu stellen. Es lägen nun die Voraussetzungen dafür vor, den nächsten Verfahrensschritt anzugehen und die Planung öffentlich auszulegen.

Zustimmung von der CDU

CDU-Ausschussmitglied Karl Früh erklärte, dass seine Fraktion sehr, sehr gerne die Beschlussvorlage auf den Weg bringen wolle und versicherte die Zustimmung der Fraktion. Rainer Ganter (Freie Wähler) wies noch einmal darauf hin, dass es sich um ein sehr sensibles Thema handele, das aber den Menschen in Mösbach unter den Nägeln brenne. Auch seine Fraktion sicherte ihre Zustimmung zu.

Letztlich stimmten die Ausschussmitglieder geschlossen für den Nutzungstausch der beiden Gebiete Bühli und Gallenbühnd. Und auch beim nächsten Tagesordnungspunkt, der Aufstellung des Bebauungsplans Bühli, den Oberbürgermeister Klaus Muttach (CDU) mit dem Einverständnis des Ausschusses zusammen mit der Teiländerung verhandelte, stimmten die Mitglieder geschlossen dafür, dem Entwurf zuzustimmen. Somit hat das Neubaugebiet zwischen Renchtalstraße, Waldulmer Straße, Brunnenstraße und Hänferstraße nach gut zwei Jahrzehnten eine entscheidende Hürde genommen.

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