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Frostberegnung

Frost bedroht die Ernte: Blühende Obstbäume bereiten Landwirten in Achern Sorgen

Der Frost kehrt zurück und bedroht die Ernte der Obstbauern in Achern. Die Obsterzeuger reagieren und wollen die Blüten mit einer Frostberegnung schützen.

Jung-Obstbauer Maximilian Kammerer schließt eine Pumpe an einen Traktor an. Während den Frostnächten wird auf diesem Weg die Frostberegnung aus einem Tiefbrunnen mit Wasser versorgt. Foto: Benedikt Spether

Der April macht, was er will. So ist es auch nicht ganz unnormal, dass Anfang April der Frost zurückkehrt. Dieser kurze Wintereinbruch wird den Obstbauern in der Region wohl in den nächsten Tagen schlaflose Nächte bescheren.

Mit der Blüte zeigt sich das Steinobst gerade in seinem schönsten Kleid. Für das Auge ein Traum in weiß. Für die Obsterzeuger bedeuten die Blüten dagegen die Vorstufe zu einer Katastrophe bis hin zum Ernte-Totalausfall.

„Wir sehen den nächsten Tagen schon kritisch entgegen, gerade im Bereich Steinobst könnte es wegen dem Frost massive Ernteausfälle geben“, erklärt Klemens Kammerer, Obstbaumeister aus Renchen-Ulm. In diesem Blütenstadium ist die geöffnete Obstblüte besonders anfällig für Frostschäden.

So schützen die Obstbauern in Achern ihre Pflanzen vor Frost

Ganz hilflos gegen den Frost sind die Obstbauern nicht. Mit einer Frostberegnung können die Blüten geschützt werden. Was sich tollkühn anhört, ist einfache Physik. Beim Gefrieren des verteilten Wassers wird auf den Pflanzen Kristallisationswärme freigesetzt, so dass in der Regel Blätter und Blüten vor Frostschäden bewahrt werden.

Es bleibt die nächste Tage spannend, aber so ist die Natur.
Klemens Kammerer, Obstbaumeister

Aber nicht überall kann die Frostberegnung eingesetzt werden. Wasser und die nötige Infrastruktur muss vorhanden sein. Ein weiteres Mittel sind Frostkerzen die in der Obstplantage verteilt werden. Durch die aufsteigende Wärme werden die Blüten gegen den Frost geschützt. „Es bleibt die nächste Tage spannend, aber so ist die Natur. Damit müssen wir Landwirte leben“, sagt Kammerer weiter.

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