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Einrichtung in Wagshurst geschlossen

Kindergärten in Achern bleiben von Corona nicht verschont

In Wagshurst schließt eine ganze Einrichtung, in Achern sind einzelnen Gruppen betroffen: Das Corona-Virus hat nun auch die Acherner Kindergärten erreicht.

Kinder und Fachkräfte in Quarantäne: Nach positiven Corona-Tests bei mehreren pädagogischen Fachkräften wurde der Kindergarten St. Johannes Wagshurst geschlossen. Foto: Reinhard Brunner/Archiv

Corona erreicht die Kindertageseinrichtungen in Achern. In Wagshurst musste der Kindergarten seine Pforten schließen, nachdem mehrere Erzieherinnen positiv auf die Krankheit getestet wurden. In Achern ist eine von vier Gruppen des Kindergartens Marienau geschlossen, das gleiche gilt für den Rollerbau. Wie die Stadtverwaltung auf ABB-Anfrage mitteilte, müssen angesichts der Personallage in Einzelfällen die Betreuungszeiten reduziert werden.

Grundsätzlich sind in der Kernstadt alle vier städtischen Kindergärten geöffnet. Das gilt auch für die städtische Einrichtung in Sasbachried sowie für die kirchlichen Kindertageseinrichtungen in Fautenbach, Gamshurst, Mösbach, Oberachern und Önsbach.

In der Kernstadt sind alle vier städtischen Kindertageseinrichtungen geöffnet.
Helga Sauer / Sprecherin der Stadtverwaltung

In Wagshurst hat sich der kirchliche Träger angesichts positiver Testergebnisse bei Erzieherinnen entschieden, die Einrichtung vorübergehend zu schließen. Die Eltern wurden schriftlich informiert, dass ihre Kinder nun als Kontaktperson einer mit Sars-CoV-2 infizierten Person gelten. Wie es weiter heißt, befinden sich alle Kinder und alle Fachkräfte in angeordneter Quarantäne.

Wenn eine pädagogische Fachkraft positiv getestet wurde, so Rathaus-Sprecherin Helga Sauer zur üblichen Vorgehensweise, wird die Kollegin aus der gleichen Gruppe aus dem Dienst genommen und freigestellt. Die Kinder dieser Gruppe werden nicht betreut und müssen zu Hause bleiben. Die Dauer beträgt zwei Wochen, gerechnet ab dem letzten Kontakt mit der infizierten Erzieherin.

Da der positive Befund in der Regel mit einigen Tagen Verzögerungen kommt und gegebenenfalls die Erzieherin auch schon einige Tage krankheitshalber nicht im Dienst war, beträgt diese „Quarantäne“ meist maximal eine Woche.

Testung auf freiwilliger Basis

Aufgrund positiver Corona-Tests bei Erzieherinnen in der Kindertageseinrichtung Marienau hatte das Gesundheitsamt Offenburg angeboten, dass sich am vergangenen Freitagabend Erzieherinnen und Kinder einer Testung auf freiwilliger Basis unterziehen durften. Für alle Erzieherinnen liegen die Testergebnisse vor – sie sind zur Erleichterung aller Beteiligten ausnahmslos negativ. „Auch für die Kinder sind uns bisher ausschließlich negative Testergebnisse bekannt“, so Helga Sauer.

Angefragt hat die Stadt beim Gesundheitsamt in diesem Zusammenhang auch, ob Eltern von Kindern, die wegen eines positiven Tests einer Erzieherin in Quarantäne sind, ebenfalls in Quarantäne müssen oder sollten. „Dazu wurde uns mitgeteilt, dass ein PCR-Test nur empfohlen wird für die Personen, die tatsächlich im Umfeld des Erkrankten waren“, so Helga Sauer. Die Testung von Kontaktpersonen der Kontaktpersonen sei nach RKI-Empfehlungen und aus Infektionsschutzsicht nicht angezeigt.

Deshalb sei auch keine Quarantäne für Kontaktpersonen von Kontaktpersonen notwendig. Die Eltern können ihrer Arbeit regulär nachgehen, so lange die Kinder und sie selbst gesund sind.

In Einzelfällen Betreuungszeiten reduziert

Angesichts der Ausfälle durch Covid-Infektionen, Quarantäne-Maßnahmen sowie allgemeine jahrestypische Erkrankungen sei die Aufrechterhaltung der vollen Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten schwierig, so Helga Sauer. „Im Einzelfall haben wir deshalb vorübergehende Engpässe dadurch kompensiert, dass wir die Betreuungszeit am Nachmittag früher beendet haben.“ Zu diesem Mittel habe man jedoch nur „in sehr wenigen Einzelfällen“ greifen müssen. Die Eltern hätten nach den bislang vorliegenden Rückmeldungen Verständnis gezeigt und die Einschränkungen „uneingeschränkt akzeptiert“.

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