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Dank des Betreiber-Vereines

Open Air und Teststation: Kino Tivoli in Achern kommt relativ gut durch die Pandemie

Die Pandemie macht dem Kino Tivoli in Achern immer wieder Probleme. Da das Lichtspielhaus von einem Verein betrieben wird, scheint die Zukunft aber gesichert.

Hans-Joachim Fischer - Vorsitzender Tivoli
Joachim Fischer hat sich beim Tivoli-Kino mit der Situation arrangiert und macht das Beste daraus. Foto: Michael Moos

Das vergangene Jahr ist für das Kommunale Kino Tivoli und die Mitglieder des Betreibervereines abermals ein besonderes und ereignisreiches gewesen. „Das lag natürlich an der Corona-Pandemie, die unsere Arbeit stark geprägt hat“, berichtet der Vereinsvorsitzende Joachim Fischer.

So habe die Saison erst im Juni verhalten begonnen, und auch im weiteren Verlauf des Jahres habe man weniger Besucher begrüßen können als sonst. „Wir hatten im Schnitt 40 Besucher pro Vorstellung“, berichtet Fischer.

Für ein von einem Verein getragenen Programmkino wie dem Tivoli sei das noch eine akzeptable Zahl. Müsste das Lichtspielhaus Lohnkosten auszahlen und Gewinne abwerfen, könne der Betrieb so nicht aufrechterhalten werden.

Dennoch hat man sich im Tivoli weitestgehend mit der Situation arrangiert und konnte viele Kinoabende über die Bühne bringen. Wie für das Tivoli üblich, waren dabei auch wieder zahlreiche Regisseure und Filmschaffende in Achern zu Gast. Fischers persönlicher Höhepunkt war der Besuch des ehemaligen Berlinale-Leiters Dieter Kosslick im November. Der Berliner Kulturmanager stellte sein Buch „Immer auf dem Teppich bleiben“ vor.

Eigene Teststation im Foyer des Kinos Tivoli in Achern

Mittlerweile wird vor jeder Vorstellungen am Eingang sogar eine Teststation eingerichtet, um es den Besuchern möglichst einfach zu machen. Nur das „Hin und Her“ der Politik, die die Corona-Maßnahmen nicht eindeutig kommuniziere, sorge zeitweilig für Verunsicherung unter den Kino-Freunden.

Auch, weil das vergangene Corona-Jahr weniger zu bieten hatte und zum Beispiel das traditionelle Konzert am Achernsee ausfiel, entschieden sich die Mitglieder des Kino-Vereines im Sommer dazu, im Serenadenhof der Illenau ein Open Air, unter anderem mit Bands wie Black Patty aus München, auf die Beine zu stellen.

„Die erste Woche lief sehr gut. In der Zweiten hatten wir dann Pech mit dem Wetter“, erinnert sich Fischer. Dennoch sei die Veranstaltung ein großer Erfolg gewesen. Auch im kommenden Jahr wolle man das Open Air wieder stattfinden lassen. „Dann aber wahrscheinlich mit mehr Vorlauf für die Organisation und nicht über volle zwei Wochen“, kündigt Fischer an.

Kino Tivoli soll klimaneutral werden

Die Arbeiten am Kino werden voraussichtlich im kommenden Jahr endgültig beendet. Bereits im vergangenen Jahr wurden unter anderem die Decke saniert, eine neue Beschallungsanlage und eine neue Klimaanlage eingebaut. Anfang kommenden Jahres soll eine Zehn-Kilowattstunden-Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert werden.

Unser Ziel ist es, dass Kino so klimaneutral zu machen.
Joachim Fischer, Vorsitzender Tivoli

„Unser Ziel ist es, dass Kino so klimaneutral zu machen“, erklärt Fischer. Aus der Solarenergie sollen nicht nur die Projektoren betrieben, sondern auch der Saal geheizt werden. Ein Energiespeicher soll so viel Strom bereithalten, dass er für eine ganze Vorstellung reicht. Der Verein will so nicht nur seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch seine laufenden Kosten senken, an denen der Einkauf des Öls für die alte Heizung einen erheblichen Betrag habe.

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