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Umweltschaden nach Brand in Chemielager

Löschschaumskandal sorgt in Achern für Zündstoff

Der Oberbürgermeister schäumt: Klaus Muttach wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Forderung des Landratsamts, nach der die Stadt Achern für die Beseitigung von Umweltschäden nach einem Brand in einem Chemielager aufkommen soll.

Juristisches Nachspiel: Sechs Jahre nach dem Feuer in einem Chemielager im Acherner Gewerbegebiet streiten sich Landkreis und Stadt über die Kosten für eine 750.000 Euro teure Bodensanierung. Gleichzeitig stehen Vorwürfe gegen Feuerwehrkommandant Michael Wegel im Raum. Foto: Roland Spether

Zwischen der Stadt Achern, dem Offenburger Landratsamt und dem Stuttgarter Umweltministerium hängt der Haussegen schief. Hintergrund ist ein Streit um die kostenträchtige Beseitigung von Umweltschäden, die bei am 21. August 2014 beim Brand eines Chemielagers im Acherner Gewerbegebiet entstanden sind. Die Kreisbehörde sieht die Stadt Achern in der Pflicht, weil die Feuerwehr angeblich in „völlig unverantwortlicher Weise“ ein umweltschädliches Löschmittel eingesetzt hat. Dagegen will die Stadt Achern nun alle Rechtsmittel ausschöpfen: Die nötige Rückendeckung des Gemeinderats holte sich Oberbürgermeister Klaus Muttach am Montagabend in Anwesenheit zahlreicher Feuerwehrleute.

Das Feuer in dem mit zahlreichen gefährlichen Stoffen bestückten Chemielager in der Franz-John-Straße hatte im August 2014 Schlagzeilen gemacht. Es ging um eine breite Palette gefährlicher und toxischer Elemente sowie Verbindungen sowohl organischer als auch anorganischer chemischer Natur. Die Feuerwehrleute sahen sich nicht nur mit explodierenden Lagergefäßen konfrontiert, sondern auch mit Querschlägern von Schusswaffenmunition. Vorsorglich wurde beschlossen, am Acherner Bahnhof keine Fahrgäste aussteigen zu lassen, und es wurde der Bevölkerung empfohlen, vom Verzehr landwirtschaftlicher Produkte abzusehen, die im Umkreis von 1.000 Meter um den Brandort geerntet wurden.

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