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Ausbreitung in der Ortenau

Misteln breiten sich aus: Legendenreiches Gewächs macht Bäumen das Leben schwer

Eigentlich gilt ein Mistelzweig als Glückssymbol, gerade zum Jahreswechsel. Für die Bäume, in denen diese Pflanze als Schmarotzer lebt, bedeutet sie aber einigen Stress - zumal Misteln sich nicht nur in der nördlichen Ortenau immer weiter ausbreiten.

Kugelrund im kahlen Baum: Gerade im Winter wirken die Misteln wie übergroße Vogelnester - hier fotografiert zwischen Gamshurst und Wagshurst. Foto: Roland Spether

Mit der goldenen Sichel muss sie geschnitten werden, nur dann wirkt die Mistel im Zaubertrank tatsächlich und macht die Gallier um Asterix und Obelix unbesiegbar. Nicht gerade Superkräfte, aber zumindest Glück soll die Pflanze, die kugelförmig in Baumkronen wächst, bringen, wenn man sie in der Weihnachtszeit und zu Silvester im Haus aufhängt. Was der Hüter des gallischen Zaubertranks, der Comic-Druide Miraculix, vielleicht auch wusste: Die Mistel ist ein Schmarotzer, der sich deutlich zunehmend auch in der Region ausbreitet und seinem Wirt erhebliche Schäden zufügen kann – besonders nach diesem trockenen Jahr.

„Ja, Misteln sehen wir nicht gerne“, sagt Franz Panter vom Naturschutzbund Nabu Bühl-Achern: „Sie graben den Bäumen im wahrsten Sinn des Wortes das Wasser ab.“ Misteln haben selbst keine Wurzeln im Erdboden und suchen sich daher einen Wirt, über den sie sich „ernähren“. Besonders im Winter, wenn Bäume kahl sind und kein Laub mehr tragen, fallen darin die kugeligen Gewächse auf, die dann fast wie übergroße Vogelnester wirken. Mit Vögeln haben sie tatsächlich zu tun, denn diese verbreiten die Mistel-Samen weiter.

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