Skip to main content

Planung von Neubaugebiet

Mühlbachverlegung auf Lott-Gelände in Achern jetzt genehmigt

Fortschritt auf dem Weg von der Industriebrache zum Neubaugebiet: Es gibt neue Entwicklungen rund um das Lott-Gelände in Achern-Oberachern. Für die 30 geplanten Grundstücke gibt es mehr als 100 Interessenten.

Genehmigung erteilt: Wo bisher noch Staub und Steine das Bild bestimmen, soll der bisher unterirdisch verlaufende Mühlbach ein neues Bett bekommen. Foto: Michaela Gabriel

Weit über 100 Interessenten für die 30 Baugrundstücke auf dem Gelände der ehemaligen Pappfabrik Lott in Oberachern warten sehnsüchtig auf einen Bescheid. Können Sie ihren Traum vom Eigenheim mitten in Acherns größtem Stadtteil verwirklichen? Jetzt gibt es einen Fortschritt auf dem Weg von der Industriebrache zum Neubaugebiet: Das Landratsamt hat die Offenlegung des unterirdisch verlaufenden Mühlbachs auf dem Lott-Areal genehmigt und dem Bau einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer über das Gewässer zugestimmt.

„Mit dem Vorliegen der wasserrechtlichen Genehmigung können die Arbeiten zur Mühlbach-Verlegung noch in diesem Herbst endlich beginnen”, kündigte der Eigentümer des Areals, Bauunternehmer Armin Ossola aus Waldulm, am Freitag an.. Die Erschließung des Neubaugebietes werde im kommenden Jahr stattfinden. Er und Oberbürgermeister Klaus Muttach sprechen in einer Presseinformation von einem neuem Quartier mit hoher Wohnqualität. Muttach nennt es gerade wegen des künftig offen verlaufenden und teilweise begrünten Mühlbachs ein „städtebauliches Highlight”.

Steine und Staub bestimmen bisher die Atmosphäre auf dem Gelände. Ein erster Bagger hat mit dem Ausheben des künftigen Bachbetts begonnen. Auf 145 Metern Länge kann der Mühlbach aus seinem unterirdischen Betonrohr befreit werden. An zwei Stellen sollen Fußgänger den offen gelegten Bach später überqueren können. Am Turbinenhaus zur Gewinnung von Strom aus Wasserkraft, markiert durch einen großen Baum, soll ein öffentlicher Platz entstehen. Die Stadt Achern werde ihn mit großkronigen Bäumen attraktiv gestalten, kündigt Klaus Muttach an.

Bebauungsplan muss noch beschlossen werden

Vorher muss der Acherner Gemeinderat aber noch den Bebauungsplan für das 17.000 Quadratmeter große Brachgelände als Satzung beschließen. Mit dem Eingang der wasserrechtlichen Genehmigung sei der Weg für diesen Satzungsbeschluss frei, heißt es in der Pressemitteilung. Immobilienmakler Rainer Strack, der von Armin Ossola mit der Vermarktung der Grundstücke beauftragt wurde, nennt als möglichen Termin die Sitzung des Gemeinderates Mitte November.

Danach sei schon bald mit dem Bauantrag der Investorengruppe zu rechnen, die im nördlichen Bereich des Areals vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser bauen lassen möchte. Sie sollen eine gemeinsame Tiefgarage bekommen und einen Wohnhof umschließen. Der Notartermin für den Verkauf der dafür nötigen Grundstücke stehe fest und die Planungen seien recht weit fortgeschritten, weiß Rainer Strack. Geplant sei die Schaffung von mehr als 30 Mietwohnungen, acht davon zu einem vergünstigten Quadratmeterpreis.

Die Mehrfamilienhäuser liegen direkt an der Johannesstraße und brauchen keine eigene Zufahrtsstraße. Deshalb könnten sie bereits im ersten Halbjahr 2021 errichtet werden. Die Bauplätze für Einfamilien- und Doppelhäuser werden durch vier Stichstraße erschlossen, deren Bau im Laufe des Jahres 2021 geplant ist. Weitere neue Gebäude können direkt an der Oberacherner Straße entstehen. Insgesamt sind 60 neue Wohneinheiten möglich. Dies sei „ein wichtiger Beitrag zur Versorgung mit Wohnraum in Oberachern, heißt es aus dem Rathaus.

Makler Rainer Strack kündigt ein faires Verfahren zur Vergabe der Grundstücke an: „Eine Versteigerung soll es nicht geben.” Er weiß, dass die vielen Interessenten schon ungeduldig darauf warten.



nach oben Zurück zum Seitenanfang