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Drohende Auflösung verschoben

Drohende Auflösung und kein Vorstand: Wie geht es beim Schwarzwaldverein Achern weiter?

Die Auflösung des Schwarzwaldvereins Achern ist vorerst abgewendet. Der Grund: Bei der außerordentlichen Versammlung waren nicht ausreichend Mitglieder anwesend. Einen Vorstand gibt es allerdings immer noch nicht. Im Dezember wird erneut getagt.

Der Weg in die Zukunft des Acherner Schwarzwaldvereins bleibt ungewiss – hier ein Wegweiser mit Wanderzielen rund um Achern und der Gelben Raute des Schwarzwaldvereins. Foto: Roland Spether

Die Wanderschuhe der Mitglieder des Acherner Schwarzwaldvereins bleiben geschnürt, der Blick geht nach vorne und der Weg bleibt das Ziel: Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Acherner Ortsgruppe am Freitag im Bürgersaal wurde zwar immer noch kein komplettes Vorstandsteam gefunden und durch eine Wahl besetzt, sodass die drohende Auflösung des 138 Jahre alten Traditionsvereins verschoben wurde.

Der Grund dafür steht in der Satzung. So hat die kommissarische Vorsitzende Susan Schultze die Mitglieder am 21. September 2021 schriftlich zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung mit dem Tagesordnungspunkt „Beschluss der Auflösung des Vereins“ eingeladen, aber die geforderten 50 Prozent an Mitgliedern in einer Größenordnung von 150 Personen waren nicht anwesend.

Auch die ausgewiesene „Neuwahl des Vorstandes“ (eine Person meldete sich als Wegewart) war nicht möglich, da seit der letzten Versammlung am 2. September 2021 und dem damals vollzogenen Rücktritt aller Vorstandsmitglieder keine Nachfolger gefunden wurden.

Zweite außerordentliche Mitgliederversammlung am 10. Dezember

So wird es am Freitag, 10. Dezember, um 19 Uhr im Bürgersaal eine zweite außerordentliche Mitgliederversammlung geben, bei der zur Auflösung des Vereins die Dreiviertel Mehrheit der anwesenden Mitglieder reichen würde. Käme diese zustande, würden Liquidatoren innerhalb eines Jahres die Auflösung der Ortsgruppe herbeiführen, in dieser Zeit könnte es noch zu einer Neuwahl und Neuausrichtung kommen.

Welchen Stellenwert die Acherner Ortsgruppe für den Schwarzwaldverein hat und wie wichtig für den Hauptverein eine Weiterführung der Arbeit ist, wurde durch die Anwesenheit des Vizepräsidenten Werner Hillmann und des Bezirksvorsitzenden Gerd Seiert deutlich.

Das Präsidium hängt sehr am Standort Achern.
Werner Hillmann, Vizepräsident des Hauptvereins

„Das Präsidium des Schwarzwaldvereins hängt sehr am Standort Achern“, so Hillmann, der mit „Engelszungen“ darum warb, den Verein nicht aufzulösen. „Wir brauchen Sie in der Familie des Schwarzwaldvereins“, meinte der Vizepräsident, der auf die lange Tradition des Vereins verwies, dessen große Bedeutung im Bereich des nördlichen Ortenaukreises und am Fuße der Hornisgrinde.

Wichtig sei, dass die Ortsgruppe in der aktuellen Situation zunächst etwas „kleinere Brötchen backen“ und versuche, den Verein „von Grund auf neu aufzubauen“. Die neue Satzung des Hauptvereins ermögliche dies etwa dadurch, dass die Aufgaben eines Vorsitzenden auf bis zu drei Schultern verteilt werden können und sich dadurch auch die Lasten verteilen.

Erleichterung beim Schwarzwaldverein Achern durch Abgabe des Wanderheims

Erleichterung gebe es auch dadurch, dass mit dem Wanderheim ein „Klotz am Wanderschuh“ entfernt wurde, denn die Gemeinde Seebach erklärte sich zur Übernahme des Wanderheimes bereit. Wie Gerd Seiert mitteilt, würde jeder Verein aus dem Bezirk den Acherner Freunden eine Wanderung für deren Programm 2022 bereitstellen.

Nun muss sich Susan Schultze mit den Mitgliedern weiter auf die Suche nach möglichen Vorstandsmitgliedern machen. Durch die Anwesenheit von Bürgermeister Dietmar Stiefel wurde deutlich, dass auch die Stadt eine Fortsetzung der Vereinsarbeit möchte.

Denn gerade während der Pandemie war das Wandern stark nachgefragt und die Menschen haben die gepflegten und vom Schwarzwaldverein ausgeschilderten Wege stark frequentiert. Deshalb sah Stiefel auch gut Chancen, dass der Verein auch durch neue Mitglieder und Familien neu aufgebaut werden kann.

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