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Zwischenstand bei Bauprojekten

Stadt Achern spürt Kostenexplosion im Bausektor

Gestiegene Kosten bei einem Kindergarten, rasante Entwicklungen in künftigen Wohngebieten und ein lang ersehnter Radweg-Abschnitt: Acherns Oberbürgermeister über den Stand der Dinge bei einigen Bauprojekten.

Gemeinsam auf der Straße: Hier in der Sasbacher Straße plant die Stadt beidseitig Fahrradschutzstreifen, in der Hornisgrindestraße einseitig. Foto: Roland Spether

Die Stadt Achern fürchtet bei ihren Bauprojekten höhere Kosten. Weil die Baufirmen mit Aufträgen ausgelastet sind, erhalte die Verwaltung auf ihre Ausschreibungen für Hochbauarbeiten nur sehr wenige Angebote, und das „oft zu stark überhöhten Preisen“; dazu kommen Lieferengpässe bei Baustoffen.

Gleichzeitig gehen die Arbeiten auf den künftigen Wohngebieten Glashütte und Süwag-Areal offenbar in rasantem Tempo voran. Das sagte Oberbürgermeister Klaus Muttach (CDU) in einem Pressegespräch am Donnerstag, bei dem er einen Sachstand zu verschiedenen Baumaßnahmen gab.

„Beim Bau des Antoniuskindergartens konnten wir den Kostenrahmen einhalten, beim Kindergarten auf dem Glashütten-Gelände werden wir das nicht schaffen“, sagte Muttach.

Preise seien deutlich gestiegen

Das eingeplante Geld reicht hier absehbar nicht aus, die Preise seien deutlich gestiegen. Aktuell liege man bei den Arbeitsvergaben bei 2,2 Millionen Euro, was etwa der Hälfte des gesamten Vergabevolumens entspreche, so Muttach.

Ebenfalls vergeben wurden – beides mit Zustimmung des Gemeinderats durch den OB während der Sommerferien – einige Arbeiten für den Landschaftspark am Mühlbach für rund 1,16 Millionen Euro. Das liege im finanziellen Rahmen. Insgesamt stehen für das Projekt 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Das entwickelt sich in fast atemberaubender Geschwindigkeit.
Acherns OB Klaus Muttach über die Areale Glashütte und Süwag

Die Wohnbaugebiete „Glashütte“ und Süwag-Areal entwickelten sich unterdessen „in fast atemberaubender Geschwindigkeit und deutlich schneller als dies zu erwarten war“, so der Oberbürgermeister. Sobald die Wohnungen, die aktuell meist im Rohbau seien, fertiggestellt sind, werde sich das Wohnraumangebot in Achern spürbar verändern.

Weiterer Wohnraum wird im Baugebiet „Brachtfeld IV“ entstehen: Ein Investor plant dort den Bau zweier Mehrfamilienhäuser, eines davon mit acht preisreduzierten Wohnungen, sowie sechs Reihenhäuser. Ein weiteres Haus mit ebenfalls acht preisgünstigen Wohnungen baut dort zudem die Stadt.

Fußweg-Leitsystem für die Innenstadt wird erarbeitet

Im Bereich Verkehr arbeitet die Stadtverwaltung aktuell an einem Fußweg-Leitsystem für die Innenstadt, das 2022 umgesetzt werden soll: Vorgesehen sind zehn Stelen, die mit Symbolen auf Einrichtungen wie öffentliche Toiletten oder touristische Orte hinweisen und Fußgänger mit konkreten Entfernungsangaben zu diesen Zielen lotsen.

Zudem hat die Stadt einen Förderbescheid für den Neubau von Fußgängerüberwegen in der Josef-Wurzler-Straße und der Straße „Am Acherrain“ erhalten. Dafür wird der aktuelle Weg im Kurvenbereich der Martinstraße/“An der Acher“ wegfallen.

Noch in diesem Jahr soll zudem der barrierefreie Ausbau der die Bushaltestellen in der Sasbacher Straße und der Hornisgrindestraße starten. Parallel sollen dort, beginnend am Kreisverkehr beim Wilden Mann/Polizei, die Straßendecken saniert und im Anschluss Fahrradschutzstreifen markiert werden.

In der Hornisgrindestraße soll weiterhin eine neue Querungshilfe im Bereich des Fuß- und Radwegs von und zur Illenau die Strecke sicherer machen, die insbesondere auch als Schulweg genutzt wird. Auch mit dem Bau des ersten Abschnitts für den Fahrradweg entlang der Landesstraße 87a zwischen Achern und Unzhurst (zwischen Gärtnerei Decker und Autobahn 5) soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

Nach den Sommerferien wird sich darüber hinaus der Gemeinderat mit dem Beitritt der Stadt zum Mobilitätsnetzwerk Ortenau befassen.

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