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Trips bald wieder möglich

Vorfreude in Achern auf baldige USA-Reisen: Ganz Eilige wollten vor November fliegen

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Ab November darf man wieder hin, wenn alles nach Plan läuft. Die Freude bei den USA-Fans ist groß, und was sagen die Reisebüros in Achern? Wir haben mal bei einigen nachgefragt.

Touristen-Magnet San Francisco: Auch dorthin dürfen Bürger der EU und Großbritannien wieder reisen, um die Cable Cars und Alcatraz zu sehen. Foto: Monica M. Davey/dpa

Bummeln auf der Fifth Avenue in New York, die kalifornische Sonne genießen, das Weiße Haus in Washington D.C. sehen oder einfach mal mit dem Zug quer durchs Land: Es soll bald wieder möglich sein.

Die US-Regierung, genau gesagt der Coronavirus-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients, gab laut dpa jetzt bekannt, dass sie Geimpfte aus den Staaten der Europäischen Union wieder einreisen lassen will, wenn diese einen Impfnachweis liefern und einen negativen Corona-Test, der nicht älter als drei Tage ist.

„Anfang November“, diesen Zeithorizont nannte Zients in Sachen Reisen in die USA. Ein paar Fragen bleiben noch offen. Aber es deutet sich eine Perspektive an, denn Urlaubs- wie Geschäftsreisen sind auch in Achern, Bühl und anderen Kommunen der Region eine Größe.

Reisen in die USA sind in der Region Achern beliebt

Was heißt das für die Reisebüros in Achern? Werden Reisen in die Vereinigten Staaten wieder nachgefragt? Die Aufnahme bei den Reisebüro-Inhabern ist positiv, wie die Redaktion bei ihrer Blitz-Umfrage erfahren konnte. Die Reisebörse Achern ist ausgewiesener Spezialanbieter für USA-Trips, naturgemäß freuen sich Inhaber Markus Singrün und sein ganzes Team deshalb riesig, dass diese spannende Destination dem Reisemarkt demnächst wieder angesteuert werden kann.

Die ersten Rückmeldungen gab es bereits auf die Ankündigung der US-Regierung, es handelte sich um Mittelbadener, die Verwandte in den USA haben. Der Satz über den großen Teich zum Urlauben ist beliebt - auch in der Region.

Die USA haben uns sehr gefehlt.
Markus Singrün, Inhaber Reisebörse Achern

Im Winter nach Florida oder Kalifornien zum Beispiel oder in den Pulverschnee der Skigebiete in den Rocky Mountains, das zieht und ist für die Reisebranche ein wichtiges Standbein. Dementsprechend die Reaktion: „Die USA haben uns sehr gefehlt“, so Singrün.

Öffnung der USA für Geimpfte aus der EU hat viele Gründe

Gefehlt hat die Möglichkeit, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen, zahlreichen Menschen aus der Region. „Einige hatten es sehr eilig. Die wollten schon vor November fliegen“, bilanziert Frank Limberger. Für den Inhaber des TUI Reisecenters in Achern steht außer Frage, die USA spielen bei den Fernreisen eine wichtige Rolle.

Einige hatten es sehr eilig. Die wollten schon vor November fliegen.
Frank Limberger Inhaber TUI Reisebüro Achern

Es sei ein sicheres Land, das von Badeurlaub in der Karibik bis zu Wintersport in den Rocky Mountains unglaublich viel bietet. Dass sich die USA wieder öffnet, hat für Limberger mehrere Gründe, der Regierung stünden natürlich die Fluggesellschaften und andere mehr auf den Füßen.

Das Interesse ist also da, wie sich alles entwickelt, ist derzeit noch offen. Markus Singrün jedenfalls rechnet in diesem Winter, klassische Reisezeit zum Beispiel für die Karibik, nicht unbedingt mit dem großen Boom. Und Frank Limberger hat noch eine weitere Entwicklung ausgemacht.

Nach rund 18 Monaten weitgehendem Stillstands sei das Geschäft im Kommen, allerdings vieles davon sehr kurzfristig. Doch Limberger und sein Team sind Profis: „Wir finden was.“

Gerade die Spezialanbieter atmen auf

Gerade für Markus Singrün und seine Mannschaft ist die Lockerung extrem wichtig, die Reisebörse zählt sich zu den ausgewiesenen Spezialanbietern für die Vereinigten Staaten. Singrün kennt das facettenreiche Land sehr gut, hat mit seiner Expertise selbst Angebote zusammengestellt, die andere so vielleicht nicht offerieren können.

Nadine Glanzmann von der Reisebörse Achern berät eine Kundin. Das Unternehmen ist auf Reisen in die Vereinigten Staaten spezialisiert. Foto: Hauke Heuer

Er verweist auf die „Old Classics“, eine Südstaaten-Tour für Musikliebhaber, die abseits der bekannten Wege zu den Wurzeln von Rock’n’Roll und Blues führt.

Momentan sei die Nachfrage der Kunden noch sehr verhalten. „Es gab auch in der Vergangenheit immer mal wieder eine Anfrage, ab wann Reisen in die USA wieder möglich sind“, konstatiert Stefanie Boos, die Leiterin des Volksbank-Reisebüros in Achern. Die Info, dass geimpfte oder genesene Touristen mit zusätzlichem PCR-Test voraussichtlich ab November wieder in die USA reisen könne, sei ja erst seit kurzem bekannt: „So schnell haben wir noch kein Feedback unserer Kunden.“

Boos geht davon aus, dass es noch eine Zeit dauern werde, bis die Nachfrage steigt, zumal ja derzeit noch keine Kreuzfahrten in die USA stattfinden, da noch viele Häfen gesperrt sind. Stark nachgefragt werden aktuell Reisen in Länder der Europäischen Union. „Das freut uns“, so Stefanie Boos.

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