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Entwarnung nach 2,5 Stunden

Verdacht auf Coronavirus: Bus in Kehl unter Quarantäne gestellt

In Kehl wurde ein aus Straßburg kommender Fernbus unter Quarantäne gesetzt: Beamte der Bundespolizei hatten das Gesundheitsamt eingeschaltet, um einen Verdacht auf das Coronavirus auszuschließen. Dieser bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2, orange), das aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen (grau) austritt. Foto: ---/NIAID-RML/dpa

Für Aufregung sorgte am Mittwochmorgen der unplanmäßige Halt eines Fernbusses in Kehl. Beamte der Bundespolizei hatten am Grenzübergang nach einer Routinekontrolle wegen des Verdachts auf den Coronavirus das Gesundheitsamt eingeschaltet. Alle Passagiere durften den Bus nicht verlassen, bis die Experten des Landratsamts Entwarnung gaben.

Bei der Kontrolle der Reisedokumente der 36 Insassen hatten die Beamten festgestellt, dass drei Passagiere aus Wuhan stammten - der chinesischen Millionenstadt, in der das Coronavirus ausgebrochen war.  Die Beamten sperrten die Umgebung ab, informierten das Gesundheitsamt und sorgten dafür, dass der Bus zunächst nicht weiterfahren konnte.

Passagiere aus Wuhan schon länger in Frankreich

Der Bus, der von Straßburg in Richtung Karlsruhe unterwegs war, konnte nach zweieinhalb Stunden Zwangspause weiterfahren. Nach Angaben des zuständigen Landratsamts Ortenaukreis stellte sich heraus, dass zwei der drei Passagiere aus Wuhan schon seit Jahren in Frankreich leben. Die dritte Person sei bereits im Dezember, also vor dem Ausbruch des Coronavirus in Frankreich gewesen. "Wir haben Entwarnung gegeben, weil die Betroffenen nicht in Kontakt mit dem Virus gekommen waren", sagte eine Sprecherin der Kreisbehörde.

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Bestätigter Fall in Straßburg

Unterdessen bestätigte das französische Gesundheitsministerium einen Corona-Fall in Straßburg. Danach handelt es sich um einen 36-jährigen Mann, der kürzlich in Italien war. Er befinde sich in einem Straßburger Krankenhaus.

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