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Aus Sicht des Standesamts

Verschobene Hochzeiten, Corona-Babys und Sterbefälle: Das Acherner Pandemie-Jahr 2020 in Zahlen

Gab es mehr Geburten, nachdem Corona dem Land vor mehr als einem Jahr den ersten Lockdown beschert hat? Wie viele Menschen mussten ihre geplanten Hochzeiten verschieben, und wie viele Menschen starben 2020?

Angefangen bei den Geburtenzahlen bis hin zu den Sterbefällen gab es in den Bereichen, die das Standesamt betreffen, im Corona-Jahr leichte Veränderungen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Das Virus hat den Alltag durcheinandergebracht. Aber hat sich die Pandemie auch auf die Bereiche des Lebens ausgewirkt, für die es einen behördlichen Stempel braucht? Das war das Acherner Corona-Jahr 2020 in Zahlen:

Geburten

693 Geburten von Kindern sind in Achern im Jahr 2020 beurkundet worden. „Corona-Babys“ oder eine besonders geburtenreiche Zeit im Jahr stellte das Acherner Standesamt dabei aber nicht fest.

Im Vorjahr 2019 waren es noch 514 Geburten. Dieser große Sprung hat allerdings weniger mit der Pandemie zu tun, sondern viel mehr mit der Schließung der Geburtenabteilung am Ortenau Klinikum in Oberkirch.

Hochzeiten

Die Corona-Verordnungen haben 2020 so manchen künftigen Eheleuten die geplante Hochzeit „verhagelt“: „Ungefähr 30 Paare haben ihre Eheschließung wegen der Pandemie verschoben oder auch abgesagt“, teilt das Acherner Standesamt auf Anfrage mit.

Geheiratet haben insgesamt 140 Paare, die meisten zwischen August und Oktober. Damit wären es eigentlich fast genauso viele Trauungen wie 2019 gewesen: Damals zählte das Standesamt 174. „Die Pandemie zwang uns dazu, anfänglich nur das Brautpaar ohne Gäste willkommen zu heißen.

Später erhöhte sich die Besucherzahl auf insgesamt zwölf Personen.“ Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren wurden keine geschlossen.

Kirchenaustritte

Während einige dieser Ehepaare sicherlich nicht nur vor den Standesbeamten, sondern auch noch vor den Altar traten, gingen im vergangenen Jahr 188 Personen den gegenteiligen Schritt: So viele Menschen traten 2020 aus der Kirche aus, 2019 waren es mit 192 wenige Menschen mehr. „Auffällig ist, dass wir verstärkt Kirchenaustritte beurkunden, wenn in den Medien negative Berichterstattungen über kirchliche Vorgänge veröffentlicht werden“, beobachtet man beim Standesamt.

Einbürgerungen

Neu dazugekommen sind auch einige Menschen, die künftig einen deutschen Pass ihr Eigen nennen: 19 in Achern wohnende ausländische Bürger wurden im vergangenen Jahr eingebürgert. 2019 waren es fast genauso viele, nämlich 23 Menschen.

Sterbefälle

321 Sterbefälle hat das Standesamt Achern 2020 beurkundet, davon waren 168 Frauen und 153 Männer. Außergewöhnliche Häufungen im Jahresverlauf gab es dabei dem Amt zufolge nicht. Im Jahr 2019 waren es fast genauso viele, nämlich 162 weibliche und 153 männliche Sterbefälle, also insgesamt 315 Menschen.

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