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Entscheidung soll im Dezember fallen

Vier Varianten für ein Fünf-Millionen-Projekt: Die Neugestaltung der Plätze in der Stadtmitte von Achern

Mit fünf Millionen Euro will die Stadt Achern den Marktplatz und den Rathausplatz aufpolieren. Vier Planvarianten stehen zur Wahl, der Gemeinderat soll sich im Dezember für eine entscheiden.

Die ersten Weichen sind gestellt: Vier Varianten stehen für die Neugestaltung der Plätze rund um das Rathaus zur Auswahl. Im Bild Planer Alexander Buchmüller mit den ersten Skizzen und Modellen Foto: Michael Moos

„Was wir jetzt machen, hat für die nächsten 20 oder 30 Jahre Bestand.“ Alexander Buchmüller hat in Achern eine große Aufgabe übernommen: Zusammen mit seinem Team vom Architekturbüro Schmid, Treiber und Partner in Leonberg hat er die europaweite Ausschreibung für die Neugestaltung der Plätze rund um das Rathaus gewonnen. Vier Varianten stehen zur Auswahl.

Erklärtes Ziel ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Der Marktplatz und der Rathausplatz sollen sich, so will es Oberbürgermeister Klaus Muttach, in eine „ungezwungene Plattform“ verwandeln, auf der sich Menschen aller Altersgruppen, Nationen und sozialer Herkunft barrierefrei und ohne Hemmnisse Rollstuhl- und Rollatorfahrer für begegnen. Überdies geht es Planern und Stadtverwaltung darum, durch eine höhere Besucherfrequenz für eine Belebung des örtlichen Einzelhandels zu sorgen.

Damit das große Ziel – die für 2023 terminierte Einweihung – erreicht werden kann, will der Oberbürgermeister möglichst noch in diesem Jahr im Gemeinderat eine Entscheidung über die Planvariante herbeiführen, die letztlich verwirklicht wird. Vorgegeben ist auch das Finanz-Budget: Für die Umgestaltung stehen rund fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Wir wollen eine ungezwungene Plattform
Klaus Muttach, Oberbürgermeister

Allen Varianten gemeinsam ist eine Aufwertung des Kleinklimas durch eine verstärkte Betonung des Elements „Wasser“ ebenso wie eine ökologischere Ausrichtung durch Baumpflanzungen und eine teilweise Begrünung der Rathausfassade. Eine optische Verbindung zum Adlerplatz, die Mobilitätsdrehscheibe auf dem Parkplatz an der Wilhelm-Schechter-Straße und die Schließung dieses Verkehrswegs für den Autoverkehr finden sich ebenfalls in allen vier Vorschlägen. Keine Abstriche soll es überdies bei der Möglichkeit geben, die Plätze für Veranstaltungen und Märkte zu nutzen.

“Achatlinie“ und „ausgerollter Teppich“

Leitidee der Variante 1 ist nach den Vorstellungen der Planer eine geschwungene „Achat-Linie“. Begründe Rank-Elemente sollen die Rathaus- und Marktplatz einfassen und die Einheit der Gestaltung beider Plätze betonen. Ein Wasservorhang auf dem Rathausplatz sowie der neu gestaltete Alisibrunnen auf dem Marktplatz sollen attraktive Akzente setzen.

Ein vor dem Rathaus „ausgerollter Teppich“ ist Leitidee der zweiten Variante. Ein Paket von zehn hohen, großkronigen Bäumen soll am Übergang zur Hauptstraße ein starkes Gegengewicht bilden. Ein Wasserfontänen-Feld, langgestreckte Sitzelemente und Schatten spendende Strukturen fassen den „Belagsteppich“. Auf dem Marktplatz soll es bei dieser Variante mit Grün-Elementen und einem Wasserbecken „ruhiger“ werden.

„Baumhalle“ auf dem Rathausplatz

Bei Variante 3 bekäme der Tulpenbaum vor der Volksbank Gesellschaft: Ein Doppelstrang aus Bäumen dieser Art eröffnet den Rathausplatz, ergänzt durch ein Wasserdüsenfeld und Sitzelemente. Der Marktplatz steht für eine Erweiterung der Außengastronomie zur Verfügung. Auch hier wird die Narrenskulptur in ein Wasserbecken integriert.

Die auffälligste Veränderung bringt Variante 4 mit einer „Baumhalle“ aus 15 hohen Bäumen auf dem Rathausplatz. Unter diesem Baumdach entstünde eine schattige Oase mit einem Flachwasser-Spielband und attraktiven Sitzelementen. Der Marktplatz, so Buchmüller, erhält weitere Aufstellkapazitäten für den Markt und inszeniert den Narrenbrunnen.

Belag aus Dolomitstein vorgeschlagen

Mit der Neugestaltung der beiden Plätze ist der bei vielen Menschen ungeliebte Pflasterbelag Vergangenheit. Alexander Buchmüller hält Granit für möglich, empfiehlt aber einen Dolomitstein von der fränkischen Alb, der mit seinen Vorzügen bei Nachhaltigkeit und Gebrauchstauglichkeit glänzt. Nachhaltig soll es auch unter der Oberfläche zugehen: Geplant ist ein Regenwassermanagement mit einer Zisterne, um die Bewässerung der in spezielle Baumquartiere gesetzten Bäume sicher zu stellen.

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