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Dunkles Kapitel Acherner Stadtgeschichte

Warum erschossen französische Soldaten drei Menschen am Illenkreuz?

Hermann Bergfeld, Alfred Grieshaber und der polnische Zwangsarbeiter Petro Petryk wiesen schwere Misshandlungen auf, als man ihre verscharrten Leichen im Mai 1945 entdeckte. Ihr Tod ist bis heute rätselhaft.

das Grab des polnischen Zwangsarbeiters Petro Petryk auf dem Friedhof in Sasbachwalden Foto: Adalbert Metzinger

Am 15. April 1945 wurde Achern von französischen Truppen besetzt. Kurz nach der Besetzung der Stadt kam es aus bis heute ungeklärten Gründen zu einer Gewalttat, in deren Folge französische Soldaten am 19. April 1945 Hermann Bergfeld, Alfred Grieshaber und den polnischen Zwangsarbeiter Petro Petryk am Illenkreuz auf Sasbachwaldener Gemarkung erschossen. Ihre dort verscharrten Leichen wurden erst am 10. Mai 1945 entdeckt und wiesen Spuren schwerer Misshandlungen auf.

Das späte Auffinden der Leichen ist im Zusammenhang mit der von der französischen Militärverwaltung angeordneten Ausgangssperre zu betrachten, denn anfangs durfte sich die Bevölkerung nicht frei bewegen. Aus der Akte beim Staatsarchiv Freiburg geht hervor, dass die Staatsanwaltschaft Baden-Baden ab Anfang Juli 1956 in dieser Angelegenheit Ermittlungen einleitete.

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