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Schutz der Bevölkerung hat Priorität

Der Weihnachtsmarkt in Achern ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt

Corona bestimmt die Richtung: Auch in Achern wurde der Weihnachtsmarkt abgesagt. Der Einzelhandel muss deshalb auch einen bedeutsamen Frequenzbringer verzichten. Die Leidtragenden sind vor allem die Betreiber der Stände.

Der Acherner Weihnachtsmarkt, hier ein Bild aus dem Jahr 2017, fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Foto: Niklas Spether

Diese Entscheidung haben sich Stadt und Einzelhandel nicht leicht gemacht: Zwei Wochen vor der geplanten Eröffnung ist der beliebte Acherner Weihnachtsmarkt abgesagt worden.

„Die Corona-Pandemie zwingt uns, die Adventszeit mit eingeschränktem öffentlichen Leben und vor allem ohne den Weihnachtsmarkt in der bisherigen Weise zu gestalten“, so Oberbürgermeister Klaus Muttach. Trotzdem werde es die eine oder andere vorweihnachtliche Überraschung geben, meinte er. „Und vielleicht ergibt sich für den einen oder anderen durch die besondere Situation auch stärker die Chance zur Besinnung auf das Wesentliche, was Weihnachten ausmacht“, so Muttach mit Blick auf die anstehende Adventszeit.

Lange nach einer Lösung gesucht

Bis zu 6.000 Gäste tummelten sich an guten Wochenenden auf dem Acherner Weihnachtsmarkt. Die dreiwöchige Veranstaltung, in diesem Jahr geplant vom 27. November bis 20. Dezember, ist deshalb auch für den Einzelhandel ein Frequenzbringer von erheblicher Bedeutung. Insofern gilt er auch als ein wichtiger Faktor für den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Vor diesem Hintergrund hatten sich die Stadt Achern und die Werbegemeinschaft „Achern aktiv“ schon seit dem Sommer intensiv mit der Frage befasst, ob und in welcher Form der Weihnachtsmarkt trotz Corona stattfinden kann. Das Hygiene-Konzept und die vielen Vorschriften von Behördenseite machten die Planungen nicht einfach: Lange feilte man dennoch an der Lösung eines dezentralen Weihnachtsmarkts in der Innenstadt.

Vorschriften in der Corona-Zeit lassen wenig Handlungsspielraum
Klaus Muttach / Oberbürgermeister

Doch dann musste man erkennen, dass die Vorschriften in der Corona-Zeit so wenig Handlungsspielraum lassen, dass eine Absage erfolgen musste. Oberbürgermeister Klaus Muttach: „Der Schutz der Bevölkerung durch die Absage des Marktes hat Priorität.“

Da nun durch den Teil-Lockdown bis vorerst 30. November 2020 keine Möglichkeit besteht, den Markt unter Einhaltung aller Vorgaben zu gestalten, der Aufbau jedoch schon vorher beginnen müsste und es insgesamt zu ungewiss ist, ob Weihnachtsmärkte danach überhaupt möglich sind, kamen die Stadt Achern der Werbegemeinschaft „Achern aktiv“ als Organisatorin zu dem Schluss, dass der Weihnachtsmarkt und auch eine Alternativveranstaltung abgesagt werden musste.

Weihnachtsbeleuchtung wird installiert

Damit in der Innenstadt doch ein wenig weihnachtliche Stimmung aufkommt, werden Mitarbeiter des Überlandwerks Mittelbaden und der Stadt die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung im Stadtzentrum anbringen. Die Werbegemeinschaft „Achern aktiv“ wird die Straßen zusätzlich mit Weihnachtsbäumen schmücken.

Um die Dekoration abzurunden, wird der Rathausplatz mit Weihnachtsbaumgruppen gestaltet. Auch der im letzten Jahr zum ersten Mal aufgestellte Lichterbogen kommt als beliebtes Fotomotiv wieder zum Einsatz. So sollen die Besucher einen weihnachtlichen Stadtbummel doch noch genießen können.

Erhebliche Folgen hat die Absage des Weihnachtsmarkts für die Betreiber der Stände. Die Marktbeschicker hatten bereits im Sommer auf die möglicherweise katastrophalen Konsequenzen für ihre Betriebe hingewiesen. Ihnen versucht die Stadt zu helfen: Gewerbliche Marktbeschicker, die weihnachtliche Waren anbieten möchten, können sich bei Heiko Doll, Telefon (07841) 642-1213, melden, um ihre Waren beim Samstagsmarkt an den vier Adventswochenenden anzubieten.

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