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„I hätt do mol e Frog” - Leserin wendet sich an BNN-Redaktion

Zweites Windrad auf der Hornisgrinde: Das Auerhuhn bleibt das zentrale Thema

Es bleibt spannend auf der Hornisgrinde: Einerseits geht es um die umweltfreundliche Stromerzeugung, andererseits um die Interessen des Tierschutzes. Das Auerhuhn könnte das geplante zweite Windrad ausbremsen.

Bislang steht auf der Hornisgrinde nur ein Windrad. Foto: Peter Heck

Warum wird die zweite Windkraftanlage auf der Hornisgrinde vom Regierungspräsidium in Freiburg abgelehnt? Mit dieser einfachen Frage zu einem komplexen Thema wandte sich ABB-Leser Eckart Seidel an die Redaktion. Hintergrund sind Berichte, nach denen das Auerhuhn in dieser Frage eine entscheidende Rolle spielen, obwohl laut Seidel ein Gutachten und ein Monitoring zu dem Schluss kommen, dass das Auerhuhn von dem Projekt nicht beeinträchtigt würde. Unsere Zeitung hat bei der Freiburger Behörde nachgefragt.

Die zweite Windkraftanlage auf der Hornisgrinde befindet sich, wie Heike Spannagel als Sprecherin des Regierungspräsidiums berichtet, noch „in der Vorantragsphase”. Sie räumt ein, dass es tatsächlich Aussagen zum Thema Auerhuhn gibt: Entsprechende Hinweise finden sich, wie auch von ABB-Leser Seidel angesprochen, im Ergebnis eines Forschungsprojekts der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und in einem Monitoring des Betreibers der bereits bestehenden Windkraftanlage. Mit diesem „Auerhuhnmonitoring“ werde geprüft, ob die für die bestehende Anlage festgelegten naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen wirksam sind.

Keine generelle Aussage über Störwirkung

Die FVA, die für die fachliche Bewertung der Auswirkungen auf das Auerhuhn zuständig ist, hat laut Heike Spannagel bestätigt, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Habitatsverbesserung zu greifen beginnen und so ein Ausgleich für mögliche Habitatsverluste durch die bereits errichtete Windkraftanlage auf der Hornisgrinde geschaffen wird. „Daraus kann“, so Heike Spannagel, „aber nicht generell abgeleitet werden, dass von Windkraftanlagen keine Störwirkung auf Auerhühner ausgeht.“

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