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Landratsamt bittet Kontakte gering zu halten

Corona-Infizierter besucht mit 15.000 anderen Europa-Park in Rust

Wer wie der Infizierte am 10. August im Freizeitpark unterwegs war, soll besonders auf mögliche Symptome achten. Besucher mit Online-Ticket wurden bereits per Mail informiert.

Weil die Gäste mit Abstand und Maske im Europa-Park unterwegs sind, schätzt das Landratsamt eine mögliche Ansteckung gering ein. Foto: Europa-Park

Ein Corona-infizierter Besucher hat sich am 10. August im Europa-Park in Rust aufgehalten. Darauf haben am Mittwochmorgen der Park und das Offenburger Landratsamt gemeinsam hingewiesen.

Entdeckt wurde der Fall durch das Gesundheitsamt Esslingen, das den Besucher oder die Besucherin – zur Person werden keine näheren Angaben gemacht – positiv auf das Virus getestet hatte.

Online-Tickets sollen Nachverfolgung erleichtern

Da in solchen Fällen die Kontakte der letzten Tage nachverfolgt werden, fiel auch der Besuch in Rust auf. Der Park erlaubt derzeit bis zu 15.000 Besucher täglich, die Tickets müssen online gebucht werden, was eine Nachverfolgung möglicher Kontakte erleichtern soll.

Dennoch könne man nicht jede einzelne Person telefonisch kontaktieren, so Reinhard Kirr, Dezernent für Sicherheit und Ordnung im Offenburger Landratsamt.

Die Behörde wendet sich bereits zum dritten Mal an die Öffentlichkeit, um mögliche Kontaktpersonen von Corona-Infizierten an stark besuchten öffentlichen Plätzen zu warnen.

Zunächst hatte es einen Fall im Offenburger Freibad gegeben, später war ein Reiserückkehrer innerhalb mehrerer Tage gleich in drei öffentlichen Bädern unterwegs. In allen Fällen hatte das Gesundheitsamt die Gefahr von Infektionen für unbeteiligte Dritte als vergleichsweise gering eingestuft.

Infizierte Person war am 10. August im Europa-Park

Im Europa-Park hatte sich die Corona-Infizierte Person am 10. August in der Zeit von 9.30 bis 16 Uhr aufgehalten, zwischen 13 und 13.30 Uhr hat er oder sie im Restaurant Bamboe Baai im holländischen Themenbereich gegessen.

Die in Restaurants üblichen Hygienevorschriften seien eingehalten worden, so das Landratsamt, das gleichwohl andere Besucher aufruft, ihren Gesundheitszustand zu überwachen und bei verdächtigen Symptomen den Hausarzt anzurufen, um einen Test auf das Coronavirus zu vereinbaren.

Wer am fraglichen Tag im Park war, dürfe aber, wenn keine Symptome auftreten, regulär seine Arbeitsstelle aufsuchen, Kinder dürften in den Kindergarten gehen. Dennoch solle man bis zum 24. August die Zahl der persönlichen Kontakte möglichst gering halten, so Evelyn Bressau, Leiterin des Offenburger Gesundheitsamts.

„Der Park hat sein Hygienekonzept mit dem Gesundheitsamt abgestimmt“, betont Bressau, zudem sei „bei den meisten Gästen davon auszugehen, dass überhaupt kein Kontakt stattgefunden hat.

Besucher vom gleichen Tag sollen auf mögliche Symptome achten

Dennoch solle man nach einem Parkbesuch an dem fraglichen Tag drauf achten, ob typische Symptome wie Husten, erhöhte Temperatur, Halsschmerzen sowie Geruchs- oder Geschmacksstörungen auftreten und gegebenenfalls den Hausarzt kontaktieren.

Der Ortenaukreis, der im Frühjahr vergleichsweise stark von der Infektionswelle betroffen war, verzeichnete zuletzt wieder leicht steigende Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus.

Bislang sind im Kreis 125 Menschen an oder mit der von Corona ausgelösten Krankheit Covid-19 gestorben. Seit Anfang Juni aber war das Infektionsgeschehen praktisch zum Stillstand gekommen.

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