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Unterschiedliche Symptome

Durbachs Bürgermeister entdeckt seine Corona-Infektion durch Zufall

Der Bürgermeister der Gemeinde Durbach ist am Coronavirus erkrankt. Herausgefunden hat er das nur durch Zufall - er war weder in einem Risikogebiet, noch gab es Kontakte zu Infizierten. Auch die Symptome seien wenig eindeutig.

In Durbach gibt es einen neuen Corona-Fall: Betroffen ist der Bürgermeister Andreas König. Foto: Bernhard Margull

Der Durbacher Bürgermeister Andreas König ist am Coronavirus erkrankt – ein Zufallstreffer, wie er in einem Beitrag auf seiner Facebook-Präsenz schreibt, „damit hierüber nicht spekuliert wird“.

Sein Hausarzt habe mit einem Abstrich herausfinden wollen, ob Königs Grippe viral oder bakteriell sei, das Ergebnis war überraschenderweise Corona: Auf das neuartige Virus sei er zuvor nicht getestet worden, weil er sich weder in einem Risikogebiet aufgehalten, noch Kontakt zu einem bekannten Infizierten gehabt habe.

Andreas König Foto: Archiv Peter Heck

„Zusammen mit dem Gesundheitsamt musste ich am Dienstag herausfinden, zu wem ich seit Sonntag letzte Woche Kontakt hatte und wie eng“, schreibt König weiter. Das gestalte sich schwierig: „Leider ist es so, dass ich bis einschließlich Dienstag ohne Beschwerden war und daher an einer Vielzahl von Terminen teilnahm. Seither habe ich vereinzelte Termine mit sehr großem Sicherheitsabstand wahrgenommen, weil von ärztlicher Seite keine Quarantäne oder Isolation angeordnet oder empfohlen wurde.“

Kaum Beschwerden

„Die ganzen Tipps im Netz, wie man Corona erkennt, sind für die Katz’“, so König weiter: Manche Krankheitsverläufe seien „anders“ als die bisher berichteten. Er selbst habe kein Fieber oder nur selten, das Abhören der Lunge habe keinen Befund ergeben. „Nach drei Stunden Arbeit bin ich sehr erschöpft und muss mich dann einen halben Tag ausruhen. Außer meinem Halsweh habe ich keine weiteren Beschwerden“.

Bürgermeister König rät zur Isolation

Er habe sich jederzeit an den ärztlichen Rat gehalten, schreibt König weiter und betont, dass er mit dem Offenburger Gesundheitsamt „einen sehr kompetenten Ansprechpartner“ habe: „Ich werde es überleben“. Wichtiger als Ratschläge und Vorwürfe – „alle machen es so gut wie sie es wissen können“ – sei allerdings: „Bleiben Sie endlich aus Cafés, Eisdielen und Parks draußen! Die Corona-Welle kommt, und leider wird es nicht bei jedem so glimpflich ablaufen wie bei mir“.

Dank an "Menschen, die unser Leben aufrecht erhalten"

Bis zum kommenden Dienstag müsse König in Quarantäne bleiben und müsse dann, sofern er mindestens zwei Tage symptomfrei war – wieder nach draußen. Seinen Dank richtete der Bürgermeister an „alle Menschen, die unser Leben weiterhin aufrecht erhalten: in der Medizin, Polizei und Feuerwehr, Verwaltungen, Menschen in der Lebensmittelbranchen. Ihr seid wertvoll – hoffentlich auch noch nach der Krise, wenn ihr wieder um Anerkennung kämpfen müsst“.

Wie wir über die Auswirkungen des Coronavirus berichten

Auf bnn.de berichten wir zurzeit verstärkt über die wichtigsten Entwicklungen rund um Corona in der Region rund um Karlsruhe, Bretten, Pforzheim, Rastatt und Bühl. Jeden Tag schränken Kliniken die Besuchszeiten ein, Schulen schließen, Firmen schicken Mitarbeiter nach Hause. Es ist selbst für unsere Redaktion zeitweise schwierig, den Überblick zu behalten. Deshalb filtern wir für unsere Leser aus der Flut an Informationen, welche der vielen Corona-Meldungen wichtig sind – unter anderem in dieser Übersicht .

Alle Informationen prüfen wir, um keine Falschinformationen zu verbreiten. Viele Menschen, auch in unserer Redaktion, machen sich ohnehin Sorgen. Wir möchten sie informieren und nicht verunsichern.

Zwei unserer Kollegen befassen sich ausschließlich mit dem Thema Corona – als unsere internen Experten. Viele weitere BNN-Redakteure recherchieren täglich zu den Auswirkungen von Covid-19 in den Städten und Gemeinden der Region. Unsere Autoren sprechen mit Entscheidern in den Landratsämtern, Krankenhäusern und in Firmen. Gleichzeitig telefonieren sie (Betroffene treffen wir derzeit nicht persönlich) mit Menschen, die Cafés schließen, Veranstaltungen absagen oder zu Hause bleiben müssen.

So möchten wir dazu beitragen, dass Menschen in der Region sich auf dem aktuellsten Stand halten können, um die richtigen Entscheidungen für ihren Alltag und ihre Gesundheit zu treffen.

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