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Neue Angebote für Besucher

Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach mit besseren Zahlen als erwartet

Es fehlt noch ein gutes Stück zum Niveau der Vor-Corona-Zeit. Aber die Geschäftsführerin des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof ist optimistisch. Neuerungen sollen helfen.

Thema Reise im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
Gute Reise: Unter dieser Überschrift beginnt die neue Saison m Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Foto: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

2021 war ein weiteres Jahr unter Pandemie-Bedingungen, dennoch lief es für das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof besser als gedacht. Statt des erwarteten Defizits von rund 710.000 Euro fällt das Jahresergebnis mit einem Minus von knapp 400.000 Euro deutlich geringer aus.

Auch besuchermäßig ging es bergauf: Rund 122.000 Gäste, zehn Prozent mehr als im Vorjahr, machten sich 2021 nach Gutach auf. Geschäftsführerin Margit Langer rechnet für das laufende Jahr mit weiterem Aufwind.

122.000 Gäste im Jahr 2021 – was auf den ersten Blick viel klingt, ist jedoch nur etwa die Hälfte des Volumens von 2019 vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Aber Langer ist zuversichtlich, dass sich der positive Trend fortsetzen wird. „Im laufenden Jahr sind wir pünktlich in die Saison gestartet, 2021 immerhin mit acht Wochen Verspätung“, berichtete sie vor dem Kultur- und Bildungsausschuss des Kreistags. Auch die Rhein-Kreuzer seien wieder da und brächten Gäste mit.

Ausländische Gäste blieben dem Museum weiterhin fern

Nicht kompensieren konnte das Museum 2021 aber zum Beispiel die Besucherverluste im internationalen Reiseverkehr aufgrund coronabedingter Beschränkungen. Der Anteil ausländischer Gäste blieb mit neun Prozent auf dem Niveau des Vorjahrs, was einem Verlust von mehr als 70 Prozent gegenüber 2019 entspricht. „Erfreulich stabil war aber der Inlands- und Tagestourismus, vor allem in den Sommermonaten“, sagte Langer.

Einen deutlichen Zuwachs von 70 Prozent gegenüber 2020 habe es bei den Gruppenbesuchern gegeben. Vor allem zahlreiche Schulklassen haben nach Ende des Ausflugsverbots für Schulen die Möglichkeit eines Museumsbesuchs genutzt.

Das Freilichtmuseum habe als erstes im Land ein den Auflagen angepasstes museumspädagogisches Gesamtangebot auf die Beine gestellt. Außerdem habe es seine Neuinszenierung mit der Umgestaltung der Räume, einem neuen Lichtkonzept, weiteren Bewohnergeschichten und neuen Informationsmodulen vorangetrieben. Mitmachprogramme für Familien in den Schulferien seien teilweise vollständig ausgebucht gewesen.

Ortenauhaus soll 2023 eröffnen

Im Oktober 2021 startete das rund 1,2 Millionen teure Projekt zur Versetzung des Ortenauhauses, eines historischen Rebhauses, von Durbach nach Gutach. Das Fachwerkgebäude von 1775 soll im Sommer 2023 im Freilichtmuseum für die Gäste öffnen.

Die Themen Wein und Weinanbau sollen in einer neu erbauten Winzerstube Heimat finden. Über die Einrichtung des Hauses will das Museum die 60er-Jahre wiederbeleben. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagte die Geschäftsführerin. Das Haus werde aktuell restauriert und soll ab September in Gutach neu aufgebaut werden. Über eine webcam unter www.ortenauhaus.com kann der Baufortschritt live mitverfolgt werden.

Erweitert habe das Freilichtmuseum 2021 auch sein digitales Angebot: Die Vogtsbauernhof-App, die als digitaler Museumsführer seit 2020 den Gästen kostenfrei zur Verfügung steht, biete nun auch eine Audio-Tour in drei Sprachen sowie eine Tour zu den Dialekten der Regionen, aus denen die Museumsgebäude stammen.

Vogtsbauernhof im Kino zu sehen

Ab 4. Juni ist der Vogtsbauernhof sogar im Kino zu sehen: Ein etwa siebenminütiger Mini-Film mit dem animierten Maskottchen Menne will die Zuschauer in den Forum-Kinos Lahr, Offenburg und Rastatt mit auf ein Besuchsabenteuer nehmen.

„Wir sind zuversichtlich, dass die Besucherzahlen wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen“, gab sich auch Kreisfinanzdezernentin Jutta Gnädig zuversichtlich. Natürlich sei unklar, wie sich etwa der Ukraine-Krieg auf das Reiseverhalten auswirke oder ob Corona weitere Folgen nach sich ziehe. „Bisher haben wir mit unseren Mitteln jedoch das Maximale für das Museum rausgeholt“, sagte sie.

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