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Zwei Fälle im Ortenaukreis

Gesundheitsamt in Offenburg warnt vor Corona-Betrügern

Die aktuelle Verunsicherung wegen Corona ist ein gefundenes Fressen für Betrüger. Im Ortenaukreis hat sich eine Frau an der Haustüre als Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes ausgegeben. Das ist aber nicht der einzige Fall in der Ortenau, bei dem Corona auf perfide Weise ausgenutzt wurde.

Betrugsmasche Corona: Zuletzt wurden Menschen bundesweit am Telefon mit einer angeblichen Corona-Erkrankung eines Familienmitglieds konfrontiert. Für deren Behandlung wurden dann hohe Geldbeträge eingefordert. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das Gesundheitsamt in Offenburg warnt vor so genannten Corona-Schockanrufen. Was genau die Anrufer erreichen wollen, wird nicht klar. Zwei aktuelle Fälle in der Ortenau beschäftigen die Behörde – einmal ein Anruf, in einem anderen Fall hat eine Frau sich an der Haustüre als Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes ausgegeben. Ein materieller Schaden ist, soweit aus der Pressemitteilung des Landratsamts hervorgeht, wohl nicht entstanden.

Am Wochenende meldete sich eine verunsicherte Bürgerin bei der Hotline des Gesundheitsamtes und berichtete, ihr minderjähriges Kind sei von einem unbekannten Mann mit osteuropäischem Akzent angerufen worden. Der Unbekannte gab sich demnach als Mitarbeiter des Gesundheitsamts aus und gab vor, der Opa des Kindes sei mit dem Corona-Virus infiziert und solle gleich abgeholt werden.

Solche Anrufe gibt es von uns nicht und natürlich holen wir keine möglicherweise infizierten Personen von zuhause ab.
Evelyn Bressau, Leiterin Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis

Das Kind reagierte erschrocken und verunsichert. „Solche Anrufe gibt es von uns nicht und natürlich holen wir keine möglicherweise infizierten Personen von zuhause ab“, stellt Amtsleiterin Evelyn Bressau klar, der ein ähnlicher Fall eines falschen Anrufers bekannt ist.

Auch sei ihr von einer Frau berichtet worden, die an fremden Haustüren klingelte und vorgab, Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes zu sein. Auch diese Frau habe mit osteuropäischem Akzent gesprochen.

Betrugsmasche macht bundesweit Schlagzeilen

„Natürlich klingeln wir nicht an Haustüren. Und das Gesundheitsamt wird auch niemals um Geldbeträge oder Wertgegenstände bitten. Es ist unverantwortlich, wie manche die Ängste und Sorgen der Menschen in der Corona-Pandemie ausnutzen wollen“, erklärt Bressau.

Zuletzt haben bundesweit sogenannten „Corona-Schockanrufe“ als neue Betrugsmache Schlagzeilen gemacht. Dabei wurden Menschen am Telefon mit einer angeblichen Corona-Erkrankung eines Familienmitglieds konfrontiert. Für deren Behandlung wurden dann hohe Geldbeträge eingefordert.

Ratschläge von der Präventionsabteilung des Polizeipräsidiums Offenburg

  • Fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, den Namen des Familienangehörigen selbst zu nennen. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Namen zu erraten.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Lassen Sie sich den Sachverhalt von dem entsprechenden Familienangehörigen bestätigen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an.
  • Wenn Sie Anrufer nicht sofort erkennen: Fragen Sie nach Dingen/Begebenheiten, die nur echte Verwandte kennen können.
  • Geben Sie keine Details zur Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Rufen Sie im Zweifel die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.
  • Das Gesundheitsamt wird Sie niemals um Geldbeträge oder Wertgegenstände bitten.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung.
  • Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn Sie einen Betrug vermuten.

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