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„Wir versuchen alles“

Narrenzünfte haben gespendet: Krebskranke Mona aus Kappelrodeck darf zur Alternativ-Therapie nach Ungarn

Familie Traszik versucht alles, um das Leben ihrer krebskranken Tochter Mona zu retten. Eine Alternativ-Therapie in Ungarn soll dem Mädchen helfen, doch der Familie geht allmählich das Geld aus. Um sie zu unterstützen, haben sich Narrenzünfte zusammengetan.

Die kulinarische Aktion am Vatertag war ein voller Erfolg, 542 Essenspakete wurden bestellt und brachten den Erlös von 6666,66 Euro für die erkrankte Mona aus Kappelrodeck - v.l. Dirk Scheuß, Familie Traszik und Christian Glaser. Foto: Roland Spether

„Wir versuchen alles für unsere Mona, nach ihrem vierten Geburtstag fahren wir Ende Juni in eine Klinik für Kinder-Onkologie nach Ungarn.“ Für Eszter und Csaba Traszik, die Eltern der krebserkrankten Mona (3), ist es absolut sicher, dass sie alle Hebel in Bewegung setzen und nach jedem Strohhalm greifen, um das Leben ihres geliebten Kindes zu retten.

„Wir kennen in Ungarn einen Arzt, der ein Mensch mit Herz ist, er wird alles versuchen“, so Eszter Traszik. Wenige Tage nach Monas Geburtstag wird sie mit ihrer Tochter nach Ungarn in eine Spezialklinik für Kinder-Onkologie fahren. „Wir machen weiter, wir geben nicht auf“, betont Monas Mutter, die wie ihr Ehemann aus Ungarn stammt.

Mona leidet unter seltenem Krebs

Die Familie hat sich in Kappelrodeck ein Zuhause eingerichtet. Dann wird sie mit einer Schockdiagnose konfrontiert, die Eltern den Boden unter den Füßen wegzieht. Das Mädchen war kaum ein Jahr als, als ein Tumor in einer Niere entdeckt wurde und dieser entfernt werden musste.

Es folgte ein Marathon zu Ärzten und in Kliniken, Mona wurde untersucht und das Ergebnis war, dass sie an einem heimtückischen, seltenen Krebs leidet. Die Diagnose lautete: Klarzellsarkom. Wer die fröhliche Mona inmitten ihrer Spielsachen erleben darf, kann sich nur schwer vorstellen, welche Leidensgeschichte sie seit 2018 erfahren musste und wie sie mit ihrem jungen Körper und voller Lebenshoffnung dagegen ankämpfte.

Doch die vielen Chemotherapien hinterließen Spuren, ein Teil des Dünndarms wurde entfernt. Anfang dieses Jahres kam die nächste Schocknachricht: Die Mediziner entdeckten einen Schatten auf Monas Rippen und diagnostizierten Metastasen eines alten Tumors, der sich an der Niere befunden hatte. Wieder musste Mona operiert und Tumore entfernt werden.

Doch Monas Eltern kämpfen weiter für ihre Tochter und setzen ihre Hoffnungen außerhalb konventioneller, medizinischer Ansätze in alternative Behandlungswege wie Thermotherapie und Sauerstoffbehandlung. Deshalb fahren sie nach Ungarn.

Narrenzünfte starten Spendenaktion

Ein Problem ist, dass mittlerweile das Geld knapp wird und die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt, auch die Therapie in Ungarn muss die Familie aus eigener Tasche bezahlen. Doch seit die Krankheit von Mona bekannt ist, nehmen viele Menschen Anteil an dem Schicksal der kleinen Mona.

Auch die Narrenzünfte Eiskellerdämonen Oberachern und Möschbacher Gassedaifl Feat. Grieseblooser starteten zum Vatertag eine kulinarische Aktion und wurden von Unterstützern aus der ganzen Region überrannt. Als die Zahl der Bestellungen für die Essenspakete über 500 kletterte und die Kapazitätsgrenze erreichte, stoppten die Vorsitzenden Dirk Scheuß (Eiskellerdämonen) und Christian Glaser (Gassedaifl) die Aktion.

Von den 542 vorbestellten Paketen mussten die närrischen Köche allein 350 Pakete in einem Umkreis von 30 Kilometern ausfahren. Aus dem Verkaufserlös und einer kleinen Aufrundung konnten sie Mona eine Spende von 6.666,66 Euro überreichen. Bei Familie Traszik war die Freude riesengroß über dieses Zeichen der Mitsorge und Verbundenheit mit Mona.

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