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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Vorwurf des Kindesmissbrauchs in Kappelrodeck

Kindesmissbrauch in vier Fällen in Kappelrodeck, die Verbreitung pornografischer Schriften und unerlaubter Marihuana-Besitz: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der bereits einschlägig vorbestraft ist.

Ein Mann soll sich in Kappelrodeck mehrfach an Kindern vergangen haben. Foto: Silvia Marks / dpa

Die Tatvorwürfe wiegen schwer und sie sorgen dafür, dass die heile Welt im Achertal tiefe Risse bekommen hat. Ein Mann soll in Kappelrodeck zwischen April und November 2018 „in mehreren Fällen sexuelle Handlungen vor und mit Kindern im Alter zwischen neun und 15 Jahren vorgenommen haben.“

Dieser Tage hat die Staatsanwaltschaft Baden-Baden Anklage erhoben, das Strafverfahren ist nun bei der Großen Strafkammer (Jugendschutzkammer) des Landgerichts Baden-Baden anhängig, sagt Michael Klose, Erster Staatsanwalt und Sprecher der Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Nun sei das Gericht am Zuge, das entscheidet, ob der Fall zur Hauptverhandlung zugelassen wird. Damit gibt es noch keinen Termin für die Verhandlung. Der Tatverdächtige ist auf freiem Fuß, es bestehe keine Flucht- oder Wiederholungsgefahr.

Der Mann schien gewusst zu haben, wie man sich Zugang zu Kindern und Jugendlichen verschafft. Zumindest lässt sein beruflicher Hintergrund diese Vermutung zu. Er arbeitete schon als Animateur und Kinderbetreuer in einem Ferienclub. Mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen habe er diverse Unternehmungen gestartet, so ging es zum Beispiel ins Schwimmbad oder es wurde auch mal gemeinsam irgendwo übernachtet, berichtet Klose. Eines der betroffenen Kinder vertraute sich schließlich den Eltern an, und der Vater erstattete Anzeige bei der Polizei.

Kindesmissbrauch in vier Fällen

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft brachten dann zu Tage, dass der Mann in vier Fällen Kinder missbraucht haben soll. Des weiteren wird ihm zur Last gelegt, Jugendlichen pornografische Videos vorgeführt zu haben. Bei der Verbreitung pornografischer Schriften kommt die Anklagebehörde auf elf Fälle. Im März 2019 soll er zudem eine größere Menge Marihuana aufbewahrt haben. Somit wird dem Mann auch der unerlaubte Besitz von Betäubungsmittel vorgeworfen.

Der Angeklagte ist kein Ersttäter. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Baden-Baden war er bereits im Jahr 2014 wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in elf Fällen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Haft wurde auf Bewährung ausgesetzt. Diese Strafe wurde ihm dann im Jahr 2016, etwa zwei Jahre vor den nun angeklagten Taten, erlassen, teilt die Anklage weiter mit.

Diese aktuelle Anklage eines Mannes aus Mittelbaden wegen sexuellen Missbrauchs ist nicht die einzige in jüngerer Zeit. Wie mehrfach berichtet, geriet auch ein Kindergarten-Erzieher aus dem Raum Rastatt ins Visier der Staatsanwaltschaft. Der Mann soll sich in mehreren Fällen an Kindern vergangen haben. Dieser Tatverdächtige arbeitete zuletzt in Rastatt-Wintersdorf. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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