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Ehepaar angegriffen

Einbrecher drohen 15 Jahre Haft nach Überfall auf Wohnhaus in Kehl

Mit Schlägen und vorgehaltenem Messer zwangen im Mai vergangenen Jahres zwei Männer ein Ehepaar in Kehl, die Tresore in seinem Wohnhaus zu öffnen. Jetzt kommt einer der mutmaßlichen Täter vor Gericht.

Prozess beginnt im Frühjahr: Ein 31 Jahre alter Rumäne muss sich vor dem Offenburger Landgericht wegen des brutalen Überfalls auf ein Ehepaar in Kehl verantworten. Zwei Männer waren in das Haus des Paares eingedrungen und hatten es ausgeraubt. Foto: Patrick Seeger/dpa

Der Fall hatte Aufsehen erregt: Zwei Männer griffen im Mai vergangenen Jahres ein Ehepaar in seinem Kehler Einfamilienhaus an. Mit roher Gewalt zwangen die beiden Männer ihre Opfer, im Haus versteckte Tresore zu öffnen und die Wertsachen herauszugeben. Die Staatsanwaltschaft in Offenburg hat wegen der Tat jetzt Anklage gegen einen 31 Jahre alten Rumänen erhoben.

Dem Mann wird besonders schwerer Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen, er hat die Tat dem Grunde nach eingeräumt. Zu dem zweiten mutmaßlichen Täter aber habe er „nur vage Angabe gemacht“, so Kai Stoffregen, Pressesprecher der Offenburger Anklagebehörde. Der 31-jährige Beschuldigte war im September vergangenen Jahres in Rumänien festgenommen worden. Ihm drohen jetzt bis zu 15 Jahre Haft, eine Große Strafkammer des Landgerichts werde voraussichtlich von Ende März an gegen den Mann verhandeln.

Opfer mit Messern bedroht

Die Täter waren am Abend des 12. Mai 2020 in das Einfamilienhaus eingedrungen, hatten die Bewohner gefesselt und das Paar gezwungen, die Codes für die im Haus installierten Tresore herauszugeben. Beide Opfer wurden mit Messern bedroht, zudem versetzten die Täter dem Ehepaar Faustschläge ins Gesicht. Die Täter flohen mit Bargeld und einigen Wertgegenständen.

Der Wert der Beute lag nach Angaben der Anklagebehörde „im unteren sechsstelligen Bereich“. Der Überfall endete erst, als es der Ehefrau gelang, in einem unbeobachteten Moment einen Alarm auszulösen. Die Täter konnten noch vor Eintreffen der Polizei mit der Beute fliehen.

Die Polizei kam dem einen der beiden Männer schnell auf die Spur – einerseits konnten die Opfer den Täter beschreiben, andererseits fanden die Beamten am Tatort eine DNA-Spur. Nach einem europäischen Haftbefehl folgte die Festnahme im Herbst vergangenen Jahres in Rumänien und die Auslieferung nach Deutschland. Der Mann sitzt seither in Untersuchungshaft.

Vorwürfe dem Grunde nach eingeräumt

Laut Anklagebehörde hat er die Tat grundsätzlich gestanden, stellt aber einige Details anders dar als das geschädigte Ehepaar aus Kehl. Seine Aussagen zum Mittäter seien so vage, dass sie nicht für eine Identifizierung genügen, die Ermittlungen dauern an.

Die Anlage lautete auf besonders schweren Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzungen, dem Mann droht eine Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren, falls er verurteilt wird.

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