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Zentrum für Gesundheit statt Klinikum

Aus Krankenhaus in Ettenheim wird geriatrische Reha

Die Weiterentwicklung des Ortenau Klinikums in Ettenheim zu einem „Zentrum für Gesundheit Ettenheim“ (ZfG) geht voran. Der Der Ausschuss für Gesundheit und Kliniken des Ortenaukreises empfiehlt ein Konzept für eine umfassende Gesundheitsversorgung.

Nachfolgenutzung: Das Ettenheimer Krankenhaus ist bald Geschichte. Es wird in ein Gesundheitszentrum umgewandelt. Foto: Patrick Seeger/dpa

Der Ausschuss für Gesundheit und Kliniken des Ortenaukreises hat mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme einem Konzept von Verwaltung und Klinikgeschäftsführung zugestimmt und dem Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 19. Oktober zur Annahme empfohlen. Das teilte das Landratsamt in einer Pressemeldung mit.

Nach dem Konzept wird das ZfG Ettenheim Angebote aus den Bereichen geriatrische Rehabilitation, Fachpraxen mit Notfallsprechstunde und ambulante Operationsmöglichkeiten unter einem Dach vereinen.

Außerdem ist eine Rettungswache mit Notarztstandort in unmittelbarer Nähe geplant. Die bauliche Konzeption sieht Investitionen von rund 18 Millionen Euro vor.

Als zentraler Baustein des künftigen ZfG Ettenheim ist eine stationäre geriatrische Rehabilitation vorgesehen. Zur Realisierung des Leistungsangebotes wurden bereits im März 2021 erste Gespräche mit dem Paul-Gerhard-Werk aufgenommen.

Das Paul-Gerhard-Werk möchte aufgrund gesetzlicher Vorgaben seine geriatrische Klinik zukunftsorientiert ausrichten und nachhaltig stärken.

Geriatrische Versorgung für die älteren Menschen im Ortenaukreis

Ziel ist eine wohnortnah organisierte, ambulant und stationär ausgerichtete geriatrische Versorgung für die älteren Menschen im Ortenaukreis.

Ergebnis der zwischen dem Ortenau Klinikum und dem Paul-Gerhard-Werk geführten Gesprächen ist, dass die Einrichtung eine Verlagerung seiner geriatrischen Rehabilitation von Offenburg nach Ettenheim plant.

Dort sollen die vorhandenen 40 Betten auf 60 Betten ausgebaut werden. Vorgesehen ist eine langfristige Zusammenarbeit mit einem Mietvertrag von 40 Jahren. In der geriatrischen Rehabilitation in Ettenheim würden rund 80 Arbeitsplätze entstehen.

Die Einrichtung soll einen Neubau beziehen, der nach einem Teilabriss des Bestandsgebäudes errichtet wird. Vorgesehen ist eine Inbetriebnahme im Laufe des Jahres 2025.

Elementarer Bestandteil der Nachnutzungskonzepte ist der Auf- und Ausbau ambulanter Versorgungsangebote im Rahmen der „Zweiten Säule“.

Dem ZfG Ettenheim werden deshalb die MVZ-Facharztpraxen Chirurgie mit den Schwerpunkten Unfallchirurgie inklusive Röntgen und Viszeralchirurgie, Innere Medizin mit Endoskopie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie angehören.

Notfallsprechstunde soll etabliert werden

Die Ansiedlung weiterer Fach- oder Hausärzte, Psychotherapeuten sowie nichtärztliche Heilberufe oder Sozialdienste ist vorgesehen. Die Planungen berücksichtigen bereits entsprechende Räumlichkeiten. Analog zum Zentrum für Gesundheit Oberkirch soll eine Notfallsprechstunde etabliert werden.

Am ZfG Ettenheim sollen ambulante Operationen angeboten werden können. Das Konzept sieht deshalb vor, im vorhandenen OP-Bereich ein attraktives, funktionelles Zentrum für ambulante Operationen einzurichten.

Für nötige Investitionen stehen zwischen einer halben bis zu einer Million Euro zur Verfügung. Die Eingriffsräume sollen an des chirurgische MVZ sowie mögliche weitere ambulante operative Leistungserbringer vermietet werden.

Der Notarztstandort Ettenheim bleibt an sieben Tagen die Woche über 24 Stunden zur Versorgung der Bevölkerung in der südlichen Ortenau erhalten.

Die Rettungsdienst Ortenau hat grundsätzlich Interesse an einer Integration der bestehenden Rettungswache auf dem Campus direkt am ZfG Ettenheim.

Die derzeit rund 120 Mitarbeiter des Ortenau Klinikums in Ettenheim erhalten im Zuge der Umsetzung der Konzeption einen Arbeitsplatz an einem anderen Standort des Ortenau Klinikums oder des Pflege- und Betreuungsheim Ortenau Klinikum angeboten.

In einigen Bereichen wird auch ein Wechsel zum MVZ in Frage kommen. Zu Klärung ihrer persönlichen, beruflichen Entwicklung wird es strukturierte Gespräche mit allen Beschäftigten geben.

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