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Bundestagswahl 2021

Sozialer Herzschlag und Managerblick: Matthias Katsch aus Offenburg kandidiert für die SPD

Matthias Katsch tritt für die SPD im Wahlkreis 284 Offenburg bei den Bundestagswahlen an. Ein Mann mit einem sozialen Herzschlag und dem Blick eines Managers, der als Kämpfer gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Überzeugter Wahlbadener: Der Beruf brachte Matthias Katsch nach Offenburg. Dort hat der gebürtige Berliner seit mehr als zehn Jahren seine Heimat. Foto: Andreas Heideker

Er kann internationales Business, seine familiären Wurzeln liegen aber Milieu der Arbeiter. Seit den frühen 1990er Jahren ist er Mitglied der SPD, er ist Geisteswissenschaftler, war bei der Deutschen Telekom im Qualitätsmanagement und als Pressesprecher tätig. 2003, nach dem Aufbaustudium zum Executive Master of Business Administration im schweizerischen St. Gallen, machte er sich als Managementtrainer selbstständig.

Er heißt Matthias Katsch und kandidiert für die SPD im Wahlkreis Offenburg für den Bundestag. Es ist eine Premiere, und es ist eine Mission. Der gebürtige Berliner tritt vor allem für soziale Gerechtigkeit, für eine solidarische Gesellschaft ein – bei Bildung und Gesundheit ebenso wie beim Wohnungsbau und der Digitalisierung.

„Wir leben in einer dynamischen Wirtschaftsordnung, die dafür sorgt, dass der Kuchen immer größer wird“, konstatiert Katsch, doch mit diesem Wachstum nehme die Ungleichverteilung der Kuchenstücke zu. Die Schere zwischen den Superreichen und den ärmsten Schichten der Bevölkerung klafft inzwischen so weit auseinander wie 1913, so der Manager, der die Zahlen lesen und interpretieren kann.

Und deshalb „braucht die soziale Marktwirtschaft das Korrektiv des Sozialen“. Die Verlierer dürften nicht ins Bodenlose fallen. Es seien „uralte Themen der SPD“, ob nun beim Mindestlohn oder beim Steuerrecht.

SPD-Kandidat Matthias Katsch aus Offenburg sieht Gesellschaft mit vielen Facetten

Ein Mann mit dem Herzschlag der Sozialdemokratie und dem analytischen Blick eines Managementtrainers, aufgewachsenen im Berlin der Mauerzeit. Die Überlegung, dass der Umgang miteinander generell schlechter geworden ist, will er so nicht unterschreiben. Er erinnere sich an den Bundestagswahlen 1972 und 1974, da war die Gesellschaft polarisiert, gingen Risse gar durch einzelne Familien. Allerdings sei es komplexer geworden, die Gesellschaft sei vielfältiger.

Was Katsch bedrückt, ist die Tatsache, „wie rechtsextremes Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft gesickert ist und geäußert wird“. Umso wichtiger sei es, „dass wir als Demokraten klar differenzieren“. Und es sollte klar sein, wie die Grundwerte der Verfassung aussehen. Für Katsch steht außer Frage, dass die Anonymität und die Distanz in den sozialen Netzwerken Auswüchse befördern, doch es geht auch um freie Meinungsäußerung. Ein Spagat also.

Das digitale Netz gehört genauso zur Grundversorgung wie Autobahnen und Schienen.
Matthias Katsch, SPD-Kandidat

Katsch hat als ehemaliger Mitarbeiter der Telekom Expertise. Die Anbindung des ländlichen Raums ans Glasfasernetz ist für ihn ein Thema, aber der begeisterte Wahl-Offenburger, der die badische Küche ebenso schätzt wie die Nähe zum Schwarzwald und zu Frankreich, sieht auch diesen Aspekt im Gesamtbild der sozialen Gerechtigkeit, der Teilhabe aller. „Das digitale Netz gehört genauso zur Grundversorgung wie Autobahnen und Schienen.“

Überhaupt, ein Satz, der ihm in einer von Egoismen geprägten Welt wichtig ist, und das nicht als Lippenbekenntnis: „Wir brauchen mehr Gemeinwohlorientierung.“ Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für alle diejenigen, die es nicht so dicke haben, sieht Katsch als eines der drängenden Themen der Zukunft. Es bedürfe wieder gemeinnütziger Wohnbaugenossenschaften. Sie waren ja mal da, viele seien aber gerade in der Ära Helmut Kohl als rückständig und überholt abgeschafft worden.

Matthias Katsch kämpft für die Stärkung der Kinderrechte

Und da schließt sich für ihn erneut der Kreis zur sozialen Gerechtigkeit. Auch adäquater Wohnraum ist eine essenzielle Komponente, und deshalb gehörten Themen wie Wohnen aber auch Gesundheit dem Geldwettbewerb entzogen. In einer zunehmend auseinanderdriftenden Gesellschaft sieht Katsch vor allem den Einsatz für die Kinderrechte gleichbedeutend mit einem Stück Chancengleichheit.

Warum er sich so vehement für Kinderrechte einsetzt, hat einen Grund. 2010 war für Katsch ein entscheidendes Jahr. Damals ging er, der als Schüler eines Berliner Jesuiten-Gymnasiums sexuell missbraucht wurde, mit anderen Betroffenen an die Öffentlichkeit.

Seither kämpft er gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, setzt sich für die Aufklärung dieser Fälle ein, will bessere Unterstützung der Opfer, bessere Hilfsangebote für sie. Denn auch das hat für ihn mit sozialer Gerechtigkeit und gleichen Chancen zu tun.

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