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An diesem Sonntag in Offenburg

Mobile Impfteams rücken im Ortenaukreis aus

An diesem Sonntag schwärmen die ersten, mobilen Impfteams vom Zentralen Impfzentrum in Offenburg aus. Ziel sind drei Pflegeheime im Ortenaukreis, deren Bewohner gegen Corona geimpft werden sollen.

Im Gesundheitsamt weist ein Zettel mit der Aufschrift „Impfsprechstunde“ den Weg zur Praxis, in der u.a. die Grippeschutzimpfung erfolgt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Von einem geruhsamen Fest kann bei den Verantwortlichen für das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) auf dem Gelände der Offenburger Messe keine Rede sein. „Nach eingehender Bewertung der Lage und unserer Kapazitäten können die Impfungen an diesem Sonntag beginnen“, berichtet Christian Falk von der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Offenburg.

Eine Unterschrift fehlt allerdings noch, und zwar die aus Stuttgart. „Wir gehen davon aus, dass die zum Impfbeginn noch zeitgerecht eintrifft“, heißt es aus dem Rathaus der Kreishauptstadt weiter.

Der Ablauf steht ebenfalls fest: Absolute Priorität haben die Pflegeeinrichtungen. Deshalb wird das gesamte Potenzial an Personal und Impfstoff zunächst in mobilen Teams eingesetzt. Am Sonntag stehen drei Pflegeheime im Ortenaukreis auf dem Programm, „entsprechend sind drei Fahrzeuge im Einsatz.“

In den drei Heimen übernehmen vorerst die Hausärzte mit deren medizinischen Assistenten der jeweiligen Einrichtung das Impfen. „Bei den mobilen Impfteams werden an diesem Sonntag deshalb keine Ärzte mitfahren, da diese bereits vor Ort sind. Entsprechend ist die Personalstärke der jeweiligen Teams eher gering“, so Falk.

Pflegeeinrichtungen haben oberste Priorität

„Die Pflegeeinrichtungen und die dortigen vulnerablen Gruppen haben oberste Priorität für die Impfungen durch die mobilen Impfteams“, erläutert Urs Kramer, Leiter des Amts für Brand und Katastrophenschutz des Ortenaukreises, der die Mobilen Impfteams (MIT), die an das ZIZ und die beiden Kreisimpfzentren (KIZ) angeschlossen sind, koordiniert. Das ZIZ ist neben dem Ortenaukreis auch für die Landkreise Emmendingen, Rottweil, Tuttlingen und den Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig.

Zum Start steht voraussichtlich eine Menge von 1.500 Impfdosen zur Verfügung. „Wir rechnen mit einer sukzessiven Steigerung, wenn sich die Abläufe eingespielt haben werden“, teilt die Stadt weiter mit. Der Präsenzbetrieb des Impfzentrums kann nach derzeitiger Einschätzung der Verantwortlichen am 5. Januar beginnen. Alle Ebenen arbeiten auch über die Weihnachtsfeiertage mit Hochdruck daran, pünktlichen und reibungsfreien Beginn der Aktion zu gewährleisten.

Terminabsprache ist zwingend

„Alle Beteiligten sind hoch motiviert und sehr engagiert. Sie wissen: Sie leisten den entscheidenden Beitrag, um die Pandemie zu stoppen und verdienen größte Hochachtung“, betont Falk. Zu Beginn der Impfungen werden Personen über 80 Jahre priorisiert. Um sich impfen zu lassen, bedarf es eines Termins, der zuvor über die zentrale Telefon-Hotline 116 117 vereinbart werden muss. Diese Nummer soll vom Land Baden-Württemberg in den kommenden Tagen freigeschaltet werden.

Für die Personen, die jetzt als erste geimpft werden, gibt es die Corona-Hotline des Gesundheitsamts des Ortenaukreises mit der Nummer (07 81) 805-96 95. Dort werden alle Fragen rund um das Thema Corona und Impfungen beantwortet. Es ist allerdings nicht die Nummer für Terminvereinbarungen heißt es aus dem Landratsamt.

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