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Feuerwehreinsatz

Heimwerker sägt in Oberkirch Gasleitung an: 17 Personen müssen das Haus verlassen

Bei Arbeiten im Haus hat ein Heimwerker in Oberkirch eine im Boden verlaufende Gasleitung angeschnitten. 17 Personen mussten das Haus verlassen.

Feuerwehrleute stehen zusammen, um den Einsatz zu besprechen. Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild
Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Oberkirch und deren ABC-Gefahrstoffeinheit Foto: David Inderlied/dpa

Wie die Stadt Oberkirch mitteilte, wurde die Feuerwehr deswegen am Samstag gegen 11.30 Uhr in die Holzgasse in der Kernstadt gerufen. Feuerwehr, Stadtwerke Oberkirch und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) arbeiteten bei dem Einsatz Hand in Hand.

Bei der integrierten Leitstelle in Offenburg meldete ein Anrufer am Samstag, dass im Keller ein hörbares Zischen wahrnehmbar sei. Daraufhin wurde die Freiwillige Feuerwehr Oberkirch und deren ABC-Gefahrstoffeinheit alarmiert.

Die Einsatzkräfte sperrten das betroffene Gebäude weiträumig ab und räumten alle Häuser in dem Bereich. 17 Personen, darunter Kinder, sowie ein Hund wurden übergangsweise im DRK-Haus in der Oberkircher Eisenbahnstraße untergebracht und vom DRK betreut.

Experten der Stadtwerke Oberkirch stellten mit einem Messgerät fest, dass es sich bei dem austretenden Gas um Erdgas handelte. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen stillgelegten Anschluss aus den 1930er Jahren. Dieser war bei der Netzübergabe an die Stadtwerke im Jahre 2010 nicht dokumentiert, teilte die Stadt weiter mit.

Gasleitung mit Winkelschleifer angeschnitten

Ein Trupp der Feuerwehr unter Atemschutz lokalisierte die genaue Stelle des Lecks. Sie befand sich unmittelbar an einer Wand in einem Kellerraum. Aus einem Metallrohr über dem Boden an der Wand strömte das Gas aus, was ein Abdichten mit den zur Verfügung stehenden Mitteln unmöglich machte.

Eine Person hatte mit einem Winkelschleifer das Erdgas führende Metallrohr, welches aus dem Boden kam, angeschnitten. Die Stadtwerke weisen in dem Zusammenhang darauf hin, dass bei unbekannten Rohren aus Kellerböden oder Wänden immer vorher von Fachbetrieben überprüft werden sollte, ob die Rohre noch unter Druck stehen, beispielsweise mit Gas oder Wasser.

Um das Problem zu lösen, grub ein Tiefbauunternehmen mit Baggern die Straße an drei Stellen auf und klemmte die dort zum Haus führende Leitung ab. Daraufhin konnten Mitarbeiter der Stadtwerke das nun gasfreie angeschnittene Rohr abdichten. Aus Sicherheitsgründen wurde der Absperrradius von 50 Metern bis zum vollständigen Ende des Einsatzes aufrechterhalten.

Ebenfalls hatten die Fachmonteure der Stadtwerke als Schutzmaßnahme die Stromzufuhr zu den augenscheinlich betroffenen Häusern abgestellt, um mögliche Zündquellen auszuschließen. Nach einer abschließenden Kontrolle konnten alle Versorgungsleitungen wiederhergestellt werden. Die Bewohner der Häuser kehrten gegen 19.15 Uhr in ihre Häuser zurück.

Stadtwerke Oberkirch kontrollierten zweimal am Sonntag

Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke Oberkirch kontrollierte die Stelle am Sonntag noch zweimal. Dabei wurde kein austretendes Gas festgestellt.

Im Einsatz waren an dem Samstag die Feuerwehr Oberkirch Abteilung Stadt mit ihrem Löschzug und deren ABC-Gefahrstoffeinheit mit insgesamt sechs Fahrzeugen und circa 30 Einsatzkräften, das Deutsche Rote Kreuz mit dem Rettungswagen der Wache Oberkirch, den Ortsverbänden aus Oberkirch und Offenburg mit drei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften, die Polizei mit Streifenwagen der Reviere Achern/Oberkirch und Kehl sowie die Bereitschaftsleitung und Fachmonteure der Stadtwerke Oberkirch.

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