Skip to main content

4.000 Quadratmeter Fläche

Das Polizeipräsidium in Offenburg hat jetzt mehr Platz

Rund 17 Millionen Euro hat der Anbau des Offenburger Polizeipräsidiums gekostet. Nun wurde es offiziell in Betrieb genommen. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten mittlerweile im Präsidium.

In zwei Etagen verbunden: Der Neubau steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bestandsgebäude. Foto: Hubert Röderer

Das Polizeipräsidium Offenburg hat einen neuen Erweiterungsbau in Betrieb genommen. Am Mittwoch wurde im Beisein von Staatssekretärin Gisela Splett das 17 Millionen Euro teure Gebäude seiner Bestimmung übergeben.

Vor sieben Jahren wurde die Polizei im Ländle neu aufgestellt. Seither wird das operative Geschäft unter anderem von den 13 regionalen Polizeipräsidien erledigt, darunter jenes in Offenburg. Seither hoffte man dort innigst auf räumliche Optimierung.

Das ist nun ganz frisch der Fall: Der Erweiterungsbau biete, so auch Polizeipräsident Reinhard Renter, nun deutlich bessere Arbeitsplatzbedingungen.

2014 wurden die Reviere gebündelt

Der Neubau steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bestandsgebäude und ist an dieses im zweiten und dritten Obergeschoss über einen Verbindungssteg angedockt. Merklich kühl, erinnerte sich Gisela Splett, sei es auch am Tag der Grundsteinlegung gewesen, am 8. April 2019. Dass sie da sei, sei auch ein deutliches Bekenntnis der Landesregierung zur Polizei und zum Präsidium in Offenburg, einem von 13 Regionalpräsidien.

Mit der Polizeireform 2014 und der damit einhergegangenen Bündelung der polizeilichen Arbeit für den Ortenaukreis, den Stadtkreis Baden-Baden und den Landkreis Rastatt sei klar gewesen, dass nun die wichtige Aufgabe umzusetzen sei, mittelfristig 330 Arbeitsplätze in Offenburg unterzubringen.

Diese Aufgabe habe nun ihren Abschluss gefunden mit der Freigabe des neuen Gebäudes mit seinen insgesamt 4.000 Quadratmetern Fläche, davon knapp 2.500 Quadratmetern reiner Netto-Geschossfläche.

Nicht ganz einfach sei die Bauphase gewesen, so Norbert Sigmund-Hafner vom Amt Vermögen und Bau in Freiburg, zumal sie unmittelbar in die Zeit der Pandemie gefallen sei.

Mehr Mitarbeiter arbeiten im Polizeipräsidium

Ins neue, vierstöckige Gebäude bereits eingezogen ist das bislang im Altbau untergebrachte Führungs- und Lagezentrum, die Herzkammer des Polizeipräsidiums. Es hat auf nunmehr mit knapp 500 Quadratmetern deutlich mehr Fläche als bisher. Auf gar 1.780 Quadratmetern sind Büros und Besprechungsräume untergebracht, auf weiteren 225 Quadratmetern die Kriminaltechnik.

Bislang gingen beim Polizeipräsidium Offenburg 220 Beamtinnen und Beamte ihrer Arbeit nach. Die deutlich gewachsene Mitarbeiterzahl von plus 110 Leuten, rührt daher, dass einzelne Dienststellen in Offenburg konzentriert und präsidiumsweit Doppelstrukturen aufgelöst wurden.

Das Gebäude wird auf jeden Fall zur weiteren Professionalisierung beitragen.
Andreas Renner, Polizeiinspekteur von Baden-Württemberg

Gewiss, so Splett, sei die Bausumme von 17 Millionen Euro nicht eben gering, dennoch habe die Landesregierung „die Schuldenbremse eingehalten“, mag sie auch Ausnahmegenehmigungen in Anspruch genommen haben. Der Bau hat eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und einen Anschluss an ein Fernwärmenetz.

Damit die Polizei auch am Standort Offenburg ihre Aufgaben zum Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung wahrnehmen könne, sei sie auf gute Rahmenbedingungen angewiesen. Die habe sie nun. Das sah auch Andreas Renner so, Polizeiinspekteur von Baden-Württemberg: „Das Gebäude wird auf jeden Fall zur weiteren Professionalisierung beitragen.“

Revier ist für rund 700.000 Menschen zuständig

Entlang des Oberrheins sei den dort lebenden Menschen zwar eine herausragende Lebensqualität gegeben, andererseits leiste der kurze Weg ins benachbarte Ausland gerade der Kriminalität Vorschub.

Dieser Umstand stelle für Gesetzesbrecher häufig eine „vermeintliche Sicherheit dar“, doch aufgrund der guten Beziehungen zur Polizei in Frankreich, was auch die Kooperation im gemeinsamen Zentrum von Polizei und Zoll in Kehl oder gemeinsame Streifen bei regionalen Weinfesten dokumentieren, sei man diesen gegenüber gut aufgestellt.

Auch in Zukunft, sagte Reinhard Renter, Polizeipräsident von Offenburg, werde man an 365 Tagen im Jahr alles für eine gute Sicherheit der im Zuständigkeitsgebiet lebenden rund 700.000 Menschen tun. Das sei auch angebracht angesichts der 135.000 Vorgänge, die im vergangenen Jahr vom Offenburger Lage- und Führungszentrum gemanagt wurden, immerhin 370 Anrufe tätglich.

Renter geriet förmlich ins Schwärmen: „Das neu gestaltete Führungs- und Lagezentrum lässt das Herz eines jeden Polizeibeamten höher schlagen.“ Er sei davon überzeugt, schlagkräftiger aufgestellt zu sein denn je.

Offenburgs Baubürgermeister Oliver Martini erinnerte daran, dass für das Areal rund ums Bestandsgebäude einst andere Pläne bestanden - bis eben die Polizeireform kam und diese Pläne gestoppt wurden - „denn wir wollten das Polizeipräsidium unbedingt hier haben“. Der gesamte Komplex sei eindeutig eine „Stärkung des Standorts Offenburg“.

nach oben Zurück zum Seitenanfang