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Ende der Sommerferien

Tipps von der Polizei: So starten Kinder sicher in das neue Schuljahr

Mit dem Start in das neue Schuljahr sind viele Kinder unterwegs. Das Polizeipräsidium Offenburg warnt vor verkehrsbedingten Unsicherheiten und wird in den ersten Wochen verstärkte Kontrollen durchführen.

Zwei Kinder mit Schulranzen gehen die Straße entlang.
Wir sind doch schon groß: Manche Erstklässler möchten den Schulweg unbedingt alleine bewältigen. Foto: Adobe Stock/Sabine Hürdler

Zehntausende Schülerinnen und Schüler aus den Stadt- und Landkreisen Baden-Baden, Rastatt und Ortenaukreis sind täglich auf den Straßen unterwegs.

Das Polizeipräsidium Offenburg wird daher in seinem Zuständigkeitsbereich auch dieses Jahr wieder in den ersten Schulwochen täglich im Rahmen der Aktion „Sicherer Schulweg“ mit Polizeibeamtinnen und -beamten der Polizeireviere sowie der Verkehrspolizeidienststellen zu den relevanten Zeiten verstärkte Kontrollen durchführen.

Die Schulwegunfälle – also Unfälle, bei denen Schüler bis 17 Jahre als aktive Verkehrsteilnehmer auf dem Weg von oder zur Schule durch einen Verkehrsunfall verletzt werden – sollen dadurch weiter verringert werden.

Die meisten Unfälle passieren mit dem Fahrrad

Im vergangenen Schuljahr erfasste das Polizeipräsidium Offenburg statistisch 50 Schulwegunfälle. Dieser Wert liegt knapp unter dem Vorjahresniveau mit 53 Fällen. 44 junge Menschen wurden bei solchen Unfällen leicht verletzt, während es in vier Fällen sogar zu schweren Unfallfolgen kam. Todesfälle waren glücklicherweise nicht zu beklagen.

Betrachtet man die Unfallursachen, fällt auf, dass der Anteil an selbstverschuldeten Unfällen, wie auch im Schuljahr 2021/22, weiterhin bei rund 60 Prozent liegt. Die größte Gruppe der Verkehrsbeteiligungen an Schulwegunfällen lassen sich bei Radfahrenden mit etwa 43 Prozent feststellen, dicht gefolgt von Pkw-Lenkern mit 32 Prozent.

Fußgänger waren mit etwa 13 Prozent am Unfallgeschehen beteiligt. Eine untergeordnete Rolle spielten demgegenüber Unfälle mit motorisierten Zweirädern (5 Prozent) und Schulbussen (2 Prozent).

Häufigste Ursachen von Schulwegunfällen sind mit etwa 42 Prozent Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr sowie Abbiegefehler und Vorfahrtsverletzungen. Auch klassische Fahrfehler finden sich mit beinahe gleich großem Anteil wieder.

Betrachtet man die verschiedenen Landkreise in einem regionalen Vergleich hinsichtlich der Anzahl der Schulwegunfälle, ereigneten sich im Ortenaukreis im Vergleich zum vorherigen Schuljahr weniger Unfälle, die Anzahl sank von 35 auf 31.

Im Landkreis Rastatt kam es im Jahresvergleich zu einem weiteren Unfall. Die Unfallanzahl stieg dort von 12 auf 13. Im Stadtkreis Baden-Baden waren gleichbleibend sechs Schulwegunfällen zu verzeichnen. Im Vergleich der Städte war in Offenburg ein Anstieg von sieben auf acht Unfälle zu verzeichnen.

Polizei warnt mit Aktion „Sicherer Schulweg“ vor Unfällen

In Baden-Baden sowie Rastatt kam es zu sechs Unfällen, während sich in Lahr, Hohberg, Gengenbach und Bühl jeweils drei Unfälle ereigneten. Wie auch in den vergangenen Jahren lassen sich hierbei keine klassischen Häufungsstellen ausmachen.

Um diese Zahl der Unfälle weiter zu senken, werden die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Offenburg im Rahmen der Aktion „Sicherer Schulweg“ erneut polizeiliche Maßnahmen zur möglichen Unfallvorbeugung durchführen.

Dazu gehören verstärkte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen im Umfeld von Schulen und Schulwegen sowie die Ahndung von Verstößen, zum Beispiel die Gurtanlegepflicht, Geschwindigkeitsüberwachungen oder Prüfung des technischen Zustands von Fahrrädern.

Auch für die Eltern hat das Polizeipräsidium Offenburg einige Tipps. „Laufen Sie anfangs mit Ihrem Kind ein paar Mal den Schulweg ab – hin und zurück. Dabei bietet es sich auch an, sich mit anderen Eltern abzusprechen“, heißt es in einer Mitteilung.

Helle Kleidung und reflektierende Sicherheitswesten sind von Vorteil

Der kürzeste Weg zur Schule müsse nicht der beste und sicherste sein. Querungshilfen wie Mittelinseln, Zebrasteifen oder Fußgängerlichtzeichenanlagen sind nützliche Stellen zum sicheren Überqueren der Fahrbahn. Ein kleiner Umweg kann hier das Risiko minimieren.

Sichere Schulwege findet man in den Schulwegplänen der jeweiligen Schule. Der Schulwegplan ist eine kartografische Darstellung des Umfeldes einer Schule, die sichere Querungsstellen, Gefahrenstellen und deren Bewältigung sowie günstige Wege von Wohnort der Kinder zur Schule aufzeigt.

Des weiteren soll, vor allem in der kommenden Jahreszeit, auf helle Kleidung geachtet werden. Reflektierende Sicherheitswesten erhöhen die Erkennbarkeit und damit die Verkehrssicherheit.

Kinder können Gefahren im Straßenverkehr nicht richtig einschätzen

In der Nähe von von Kindergärten- und Schulwegen soll laut Polizei langsam gefahren und mit spontanen Handlungen von Kindern am Fahrbahnrand gerechnet werden. Der Nachwuchs kann Gefahren im Straßenverkehr nicht richtig einschätzen.

Schüler sollten auf der Fahrbahn abgewandten Seite ein- und aussteigen und das Fahrzeug nicht auf dem Gehweg abgestellt werden.

Auch für „Eltern-Taxis“ gilt: Im absoluten Halteverbot darf man nicht anhalten. Auch nicht nur für kurze Zeit.

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