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Jahreswechsel 2021

So verlief die Silvesternacht in Karlsruhe und der Region aus Sicht der Polizei

Wie der Jahreswechsel in Coronazeiten mit Böllerverkaufs- und Ausgangsverbot verlief, berichten die Polizeipräsidien in Karlsruhe, Pforzheim und Offenburg.

Ein Feuerwerk am Himmel (Archivbild). Foto: Ralf Hirschberger

„Die Silvesternacht verlief relativ ruhig“, so lautet das Fazit der Präsidien in Karlsruhe, Offenburg und Pforzheim.

Die Kollegen in Karlsruhe sprechen auf Nachfrage der Badischen Neuesten Nachrichten von einer übermäßig „ruhigen Silvesternacht“. Insbesondere die Phase vor Mitternacht war merklich ruhiger als in den Vorjahren.

Gegen 23.35 Uhr gelang der Karlsruher Polizei die Festnahme eines 25-Jährigen, der am Polizeidienstgebäude der Hebelstraße nahe des Karlsruher Markplatzes Graffiti aufsprühte. Beamte des Polizeireviers Marktplatz hatten die verdächtige Person während der Tatausübung wahrgenommen.

Bei der Fahndung konnten sie den jungen Mann in Nähe des Tatortes unter Mitführung des mutmaßlichen Tatmittels vorläufig festnehmen. Möglicherweise gehen noch zwei ähnliche Sprühaktionen in der Werder- sowie in der Markgrafenstraße auf das Konto des Verdächtigen. Die Ermittlungen dauern hierzu noch an.

Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen

Während sich im Landbereich die Bevölkerung weitgehend an die Ausgangsbeschränkungen der Corona-Verordnung hielt, wurden im Stadtbereich von Karlsruhe immer wieder Personen festgestellt, die solche Regeln missachteten.

Ab Mitternacht war trotz aller Appelle häufiges Abbrennen von Feuerwerkskörpern festzustellen. Es gingen zahlreiche Anrufe von Bürgern über Notruf ein, wonach im öffentlichen Raum Feuerwerk abgebrannt und mit Schreckschusswaffen umhergeschossen worden sei. Allerdings verzeichnete die Polizei bereits eine halbe Stunde nach Mitternacht ein deutliches Abflauen der Aktivitäten.

Größere Menschenansammlungen waren im Zuge der verstärkten Überwachungsmaßnahmen im öffentlichen Raum nicht festzustellen.

Vermutlich durch Feuerwerkskörper oder unsachgemäßer Entsorgung dieser kam es vereinzelt zu kleineren Brandherden, die jedoch rasch und ohne größeren Schaden verursacht zu haben gelöscht werden konnten.

Brand in Waghäusel mit 10.000 Euro Schaden

Einzig beim Brand einer Mülltonne in der Albert-Einsteinstraße von Waghäusel wurde gegen 0.20 Uhr eine Hausfassade in Mitleidenschaft gezogen. Die örtliche Feuerwehr war im Einsatz.

Es entstand ein Schaden von geschätzten 10.000 Euro. Zur Ursache liegen derzeit noch keine genauen Erkenntnisse vor.

35 Ruhestörungen und 110 Platzverweise

Neben 35 gemeldeten Ruhestörungen verlief die Nacht bei insgesamt rund 110 verhängten Platzverweisen ohne größere Ereignisse.

Auch in Pforzheim sei die Nacht erwartungsgemäß ruhig verlaufen. Nur in Illingen habe aufgrund eines Feuerwerkskörpers ein Wintergarten gebrannt. Der entstandene Sachschaden belaufe sich auf etwa 30.000 Euro. Ansonsten habe es nur kleinere Einsätze gegeben.

Etwas ausführlicher informiert das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidium Offenburg. Hier gingen in der Nacht zum 1. Januar rund 270 Anrufe ein, die zu etwa 140 Einsätzen führten. Zahlreiche Bürger gaben Hinweise zu privaten Feiern und Zusammenkünften im öffentlichen Raum, die nicht den geltenden Bestimmungen der Corona-Verordnung entsprachen.

Unmittelbar vor dem Jahreswechsel nahm die Anzahl der Meldungen hinsichtlich des nicht gestatteten Abbrennens von Pyrotechnik nochmals stark zu. Nachweisliche Verstöße gegen die Bestimmungen der Verordnung wurden von den Beamten der Polizeireviere konsequent geahndet und zur Anzeige gebracht.

Abfallbehälter brannten

In insgesamt fünf Fällen wurden Kräfte der Feuerwehren und der Polizei zu Kleinbränden gerufen, die jedoch keine größeren Schäden verursachten, da es sich überwiegend um Abfallbehälter handelte, die durch Silvesterfeuerwerk in Brand gerieten.

Entgegen den Vorjahren „bescherte“ das eingeschränkte Feuerwerk den Haustieren einen etwas ruhigeren Jahreswechsel - lediglich zwei entlaufene Hunde wurden dem Lagezentrum gemeldet.

25 Unfälle und bis zu 1,8 Promille am Steuer

Gleich mehrere Kraftfahrzeugführer wurden mit Alkohol am Steuer erwischt: Mit Werten zwischen 0,7 und nahezu 1,8 Promille, wurden bei diesen Fahrern Blutproben entnommen und die Führerscheine einbehalten. Auch bei einem Unfall in Gernsbach dürfte die alkoholische Beeinflussung der Fahrzeugführerin vermutlich mit eine Unfallursache gewesen sein.

Insgesamt verzeichnete das Polizeipräsidiums Offenburg zum Jahreswechsel 25 Verkehrsunfälle.

Zusammenfassend zieht das Polizeipräsidium Offenburg eine positive Bilanz für diesen „besonderen“ Jahreswechsel in Corona-Zeiten.

(Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels war der Bericht des Polizeipräsidiums Karlsruhe noch nicht so detailliert enthalten).

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