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Schlechtestes CDU-Ergebnis

Wolfgang Schäuble verteidigt sein Direktmandat für die CDU im Wahlkreis Offenburg

Trotz teils massiver Verluste von über 20 Prozent setzt sich Wolfgang Schäuble gegen Matthias Katsch von der SPD durch und vertritt seinen Wahlkreis abermals im Bundestag.

Wolfgang Schäuble beim Auftakt des Wahlkampfes im Obsthof von Franz Josef Müller in Zusenhofen. Foto: Roland Spether

Wolfgang Schäuble hat sein Direktmandat im Wahlkreis 284 Offenburg bei der Bundestagswahl am Sonntag verteidigt. Noch einmal.

Denn der amtierende Bundestagspräsident und langjährige Abgeordnete ist von den Wahlergebnissen seiner besten Zeiten weit entfernt. Nachdem die CDU und auch er persönlich bereits bei der Wahl 2017 erheblich Federn lassen mussten, gab es am Sonntag einen weiteren, schmerzlichen, Rückschlag.

Schäuble erreichte bei den Erststimmen noch 34,9 Prozent, die CDU landete bei 25,9 Punkten. Das ist das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des Ortenaukreises für die Christdemokraten in dieser traditionell konservativen Region.

Um die Dimension deutlich zu machen: 2017 hatte Schäuble noch 48,1 Prozent der Stimmen erzielt, vier Jahre zuvor waren es 56 Prozent.

Schäuble war Bundesfinanzminister und Bundestagspräsident

In der Ortenau geht ohne Wolfgang Schäuble wenig bis nichts, jedenfalls nicht in der CDU. Der Jurist, der mitten in Offenburg wohnt, vertritt den Wahlkreis 284 seit 1972 im Bundestag.

Das ist nicht nur die längste bundespolitische Karriere der Nachkriegsgeschichte, Schäuble hat Deutschland als einer der Architekten der Einheit entscheidend mitgestaltet.

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Schäuble hatte so ziemlich jedes wichtige politische Amt inne, mit zwei entscheidenden Ausnahmen: Das des Bundeskanzlers blieb ihm ebenso verwehrt wie das des Bundespräsidenten.

In der zu Ende gehenden Legislaturperiode hatte Schäuble, der mitten im Wahlkampf seinen 79. Geburtstag feiern durfte, als Bundestagspräsident das zweithöchste Amt im Staat inne. Zuvor war er von 2009 bis 2017 Bundesfinanzminister.

Hochburg der CDU im Wahlkreis war – fast schon traditionell – Seebach mit 36 Prozent der Zweitstimmen, ihr schlechtestes Ergebnis holten die Christdemokraten in Rheinau mit 22,1 Prozent. Rheinau und Kehl waren auch die einzigen Gemeinden, in denen die SPD vor der CDU landen konnte. Besonders grün eingestellt sind die Wähler in Ohlsbach, dort stimmten 19,9 Prozent für die Ökopartei.

Am anderen Ende der Skala steht Seebach mit nur 9,9 Prozent für die Grünen. FDP-Hochburg ist mit 19,4 Prozent Nordrach.

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