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Schäuble spricht sich gegen Große Koalition aus

Ortenau-CDU nominiert Wolfgang Schäuble für Bundestagswahl

Beim Kreisparteitag der CDU Ortenau in Hohberg ist Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mit mehr als 97 Prozent der Delegiertenstimmen für die Bundestagswahl 2021 zum CDU-Kandidaten im Wahlkreis Offenburg nominiert worden. In seiner Rede sprach der sich gegen eine Fortsetzung der Großen Koalition aus.

Wolfgang Schäuble soll im kommenden Jahr erneut für den Bundestag kandidieren - so will es der CDU-Kreisverband Ortenau. Foto: Rainer Jensen

Der 78 Jahre alte Christdemokrat sitzt seit 1972 ununterbrochen im Bundestag und ist das dienstälteste Mitglied. Bei der Nominierungswahl war Wolfgang Schäuble der einzige Kandidat.

Schäuble spricht sich gegen Große Koalition aus

Er habe sich im Hinblick auf sein Alter eine erneute Kandidatur reiflich überlegt; letztendlich hätten seine noch immer pulsierende Leidenschaft für Politik, der vielfältige ermunternde Zuspruch und die eigene Überzeugung, in Zeiten des Umbruchs mit meiner Erfahrung einen Beitrag zur Stabilisierung leisten zu können, den Ausschlag gegeben, weiter zu machen, sagte Schäuble. In seiner Ansprache zur aktuellen Lage sprach sich Schäuble gegen eine neuerliche Große Koalition nach den Bundestagswahl aus und sah „das Parteiensystem in Deutschland im Umbruch aber unheimlich wichtig“. Zur aktuellen Entwicklung meinte Schäuble selbstkritisch, dass man es vor Corona mit der Globalisierung vielleicht ein bisschen übertrieben habe.

Im weiteren Verlauf die Nominierungsversammlung waren die Abgesandten für die Landes- und Bezirksvertreterversammlung zu wählen, wobei das – für den ersten Wahlgang in den Statuten vorgegebene – Frauenquorum von 30 Prozent Probleme bereitete und für die Landesvertreterversammlung ein zweiter Wahlgang erforderlich wurde.

Bei dem Kreisparteitag haben die CDU-Abgeordneten Marion Gentges, Volker Schebesta und Willi Stächele den Gewinn der Landtagswahl am 14. März 2021 als Ziel ausgegeben. „Wir Christdemokraten wollen wieder stärkste Partei im Land werden“, so deren Credo in ihrem Ausblick auf das kommende Wahljahr.

In seinem Rückblick bedauerte der CDU-Kreisvorsitzende Schebesta, dass in den letzten Monaten infolge der Corona-Pandemie eine Öffentlichkeitsarbeit kaum möglich gewesen sei, dennoch habe man über moderne Kommunikationsmedien engen Kontakt zu den Mitgliedern halten können. Die aktuellen Infektionszahlen im Blick, stellte Schebesta die CDU-Kandidaten und –Mitglieder auf einen möglichen virtuellen Bundes- und Landtags-Wahlkampf ein.

Mit dem Blick auf die finanzielle Situation des CDU-Kreisverbandes informierte Schebesta von Diskussionen über die Höhe der Umlage, die von Orts-, Stadt- und Gemeindeverbänden an den Kreisverband zu entrichten ist. Die Zahlen müssen zeitnah auf den Prüfstand, um den CDU-Kreisverband – auch im Hinblick auf die anstehenden Bundes- und Landtagswahlen - finanziell zu stärken, meinte Schebesta. Im Verlauf des Kreisparteitags sind die Delegierten des CDU-Kreisverbands Ortenau für die Bundes-, Landes- und Bezirksparteitage gewählt worden.

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