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Vodafone arbeitet an Notlösung

Unbekannte zünden Mobilfunkmast in Rheinau an - Handyempfang seit Wochen gestört

Mobilfunknutzer von Vodafone brauchen in Teilen von Rheinau starke Nerven. Weil Unbekannte den Mobilfunkmast beim Freistetter Sportplatz anzündeten, ist der Empfang zusammengebrochen. Der Betreiber arbeitet derzeit an einer Notlösung.

Der Brand zwischen dem Betriebsraum und dem Mobilfunkmast in Freistett hat die mobile Telekommunikation in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Karen Christeleit

Der Brand des Funkmasts am Freistetter Sportplatz Anfang Dezember hat immer noch Auswirkungen für die Mobilfunknutzer von Vodafone Deutschland. „Seit einigen Wochen haben wir in Rheinau fast kein Handynetz mehr“ liest man in den sozialen Medien und Nutzer merken die verminderte Leistung in der Festhalle, aber auch in Holzhausen.

„Aktuell wird eine provisorische Instandsetzung der beschädigten Mobilfunkstation durchgeführt“, erklärte Volker Petendorf von der Pressestelle von Vodafone Deutschland, „wir versuchen die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, indem wir über die umliegenden Stationen umleiten, allerdings sind Einschränkungen bei einzelnen Kunden nicht zu vermeiden.“

Telekom nicht betroffen

Glück gehabt haben derweil die Telekomnutzer. „Einer unserer Sendemasten steht zwar in unmittelbarer Umgebung, dieser funktioniert jedoch störungsfrei“, erklärte Nico Goericke von der Pressestelle der Telekom, „in unserer Netztechnik im Postleitzahlen-Bereich 77866 / Ortsvorwahl-Bereich 07844 liegen aktuell keine Störungsmeldungen vor.“

Am Samstag 5. Dezember gab es am Funkmaststandort in Freistett gegen Mitternacht einen Brand zwischen dem Betriebsraum und dem Mobilfunkmast. Dabei wurden nicht nur Kabelummantelungen sondern auch wichtige Kabel zerstört, über die diese Mobilfunkstation an das weltweite Telekommunikationsnetz angeschlossen ist.

Es wurden polizeiliche Ermittlungen eingeleitet. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürften Unbekannte kurz vor Mitternacht mehrere Kabel mittels Brandbeschleuniger entzündet haben. Brandstiftung und Vandalismus sind somit nicht ausgeschlossen. Bereits am 20. November war in Gaggenau-Selbach ebenfalls ein Funkmast in Brand geraten. „Die Ermittlungen zur Schadenshöhe und zu den Hintergründen der Tat dauern derzeit an“, erklärte Polizeisprecher Yannik Hilger auf Anfrage.

Die Mobilfunkstation am Freistetter Fußballstadion hat die Technologien GSM (für mobile Telefonate), UMTS (für Datenverbindungen in niedriger Geschwindigkeit) und LTE (für mobile Telefonate in hoher Sprachqualität und für Breitband-Internet) an Bord.

Mast wird von hunderten Kunden genutzt

Die Reichweite geht über Helmlingen, Gamshurst, Wagshurst, Zierolshofen bis ins französische Grenzgebiet von La Wantzenau und Gambsheim. Insgesamt 600 Kunden nutzen laut Petendorf normalerweise diese Mobilfunkstation.

Doch seit dem Brand steht das Vodafone-Netz vor Ort nur eingeschränkt zur Verfügung. Der Sprach- und Datenverkehr wird weitgehend über die umliegenden Stationen in Linx, Scherzheim und Wagshurst umgeleitet. Besonders stark sind somit die Nutzer in Freistett, Rheinbischofsheim und Holzhausen betroffen.

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