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Online Petition gestartet

Petition soll Abriss des Rathauses in Obersasbach verhindern

Mit einer jetzt gestarteten Online-Petition in Obersasbach soll erreicht werden, dass ein bereits im Ortschaftsrat am 25. November 2019 einstimmig und im Gemeinderat am 17. Februar 2020 bei einer Neinstimme beschlossene Abriss des Obersasbacher Rathauses gestoppt wird.

Die Ortsverwaltung in Obersasbach - an dieser Stelle soll einmal ein neuer Kindergarten entstehen. Foto: Roland Spether

Der Sitz der Obersasbacher Ortsverwaltung soll einem Kindergarten-Neubau weichen. Ziel der Initiatoren ist, dass der Ortschaftsrat Obersasbach und der Gemeinderat Sasbach das Vorhaben nochmals überdenken und die Beschlüsse rückgängig machen. Ein Neu- oder Erweiterungsbau des Kindergartens wäre aus Sicht der Initiatoren ohne Abriss des Rathauses möglich.

Die Initiatoren der Petition sind Johannes Allgöwer, Franz Graf, Franz Schmälzle und Tobias Graf, nähere Informationen über den Link openpetition.de/!obersasbach.

Begründet wird die Petition damit, dass besagtes Gebäude in der Ortsmitte in den 1950er Jahren mit vielen privaten Spenden und ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen der Einwohner errichtet wurde. „Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Bevölkerung stolz auf eine neue Ortsmitte mit Friedhof und Kirche (erbaut 1952), Rathaus (erbaut 1957), Schule (erbaut 1961). So besteht heute die einzigartige Achse Friedhof, Kirche, Kriegerdenkmal, Rathaus, Schule und Kindergarten“, heißt es in dem Schreiben der Initiatoren.

Neuer Platz für Sozialwohnungen müsste her

Zur Gebäudesubstanz der jetzigen Ortsverwaltung (Erdgeschoss) wird festgestellt, dass im Gebäude „vier Sozialwohnungen in gutem Zustand“ vorhanden seien. „Bei einem Abriss des Gebäudes müsste für diese vier Sozialwohnungen an anderer Stelle Ersatz gefunden oder neu gebaut werden.“ Weiter wird betont, dass sich das Gebäude „auf dem Stand der Technik“ befinde, „das Dach wurde mit Kupfereinfriedungen versehen, die Fenster wurde vor einigen Jahren alle erneuert, der Eingangsbereich wurde behindertengerecht angelegt“.

Als finanzielle Gesichtspunkte werden die Kosten für Abriss und Entsorgung des Gebäudes, die Kosten für den Umzug der Ortsverwaltung in das Toni-Merz-Museum sowie die Kosten für den Neubau von Sozialwohnungen genannt. Als ökologische Punkte werden angeführt: „Durch den Erhalt des Gebäudes hätte die Gemeinde die Möglichkeit, dem heutigen Klimagedanken gerecht zu werden. Wertvolle Energie und Ressourcen, die für umfangreiche Baumaßnahmen benötigt würden, könnten eingespart werden.“

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