Skip to main content

Letztlich zählt das Geld

Es fehlt an Metzgern, Schweinen, Kälbern

Während des Corona-Lockdowns haben die Menschen die regionalen Produkte wiederentdeckt. Was bleibt davon? Zumindest beim Fleisch sind die Aussichten nicht rosig.
4 Minuten

Das Eisentor ist an die 2,50 Meter hoch. Schwer, massiv, man merkt es, wenn man es öffnet. Bullensicher? Ja, nickt Martin Maier. Hinter diesem Tor schlachtet der Sasbachwaldener Metzger gemeinsam mit seinem Sohn Michael jede Woche zwischen 15 bis 20 Schweine, dazu zwei Kühe.

Der Obermeister der Fleischerinnung Ortenau ist einer von ganz wenigen Metzgern in der Region, der die Tiere noch selbst tötet. Das ist, auch wenn es zunächst widersinnig klingt, human. Die Schweine und Kühe müssen keinen stressigen Transport durchleiden, um dann in einem Großschlachthof mit hunderten anderen auf den Tod zu warten.

So zumindest die Theorie. Denn so wie die Zahl der Metzger seit Jahren abnimmt, so sinkt auch die Zahl der Bauern. Rund 9.000 Schweine gibt laut Veterinäramt noch in der Ortenau, viel zu wenig für 430.000 Einwohner. Und so müssen die Tiere doch wieder auf den Hänger, weil die Metzger sie zukaufen.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang