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Investoren dringend gesucht

Nach dem Aus für die Anima Tierwelt in Sasbachwalden droht eine Hängepartie

Das Gebäudeensemble auf dem Breitenbrunnen in Sasbachwalden verfällt langsam. Rettung versprach die Anima-Tierwelt, doch die Pläne dafür wurden 2019 begraben. Jetzt darf gerätselt werden wie es weitergeht.

Zukunft weiter unklar: Seit Jahrzehnten steht die ehemalige Kurklinik auf dem Breitenbrunnen leer. Nach dem Aus für die Anima-Tierwelt herrscht wieder Rätselraten um mögliche Investoren. Foto: Roland Spether

Weiter auf der Stelle treten die Bemühungen für eine Folgenutzung für die von der Anima Tierwelt hinterlassenen Bauruine in Sasbachwalden. Damit setzt sich, wie zu fürchten ist, die unrühmliche Geschichte der ehemaligen Kurklinik auf dem Breitenbrunnen fort.

Die Bemühungen um eine Wiederbelebung des seit Jahrzehnten leer stehenden Gebäudeensembles sind eine Abfolge von Rückschlägen und enttäuschten Hoffnungen. Dass es auch diesmal so werden könnte, darauf deuten die schmallippigen Stellungnahmen aller Beteiligten hin.

Im April hatte man sich noch hoffnungsvoll gezeigt, bis Ende Mai eine Lösung zu finden die eigentlich schon im Februar hätte präsentiert werden sollen. Da hatte man auch noch die aktive Kommunikation der Beteiligten betont. Jetzt aber bleiben die Akteure auf die Frage hin, ob sich denn nun, Stand Mitte Juli, etwas getan hatte, auffallend einsilbig.

„Wir befinden und momentan im Gespräch mit Kaufinteressenten“, schreibt Davina Schmitz, eine der beiden Geschäftsführerinnen der Anima-Tierwelt. Corona sei dabei „nicht gerade förderlich, was die zeitliche Schiene angeht“, so Schmitz weiter, die Uhren würden in manchen Bereichen nun etwas langsamer ticken. Dennoch sei man zuversichtlich, bald zu einem Ergebnis zu kommen.

„Leider keine neuen Erkenntnisse“, kommentiert die Sasbachwaldener Bürgermeisterin Sonja Schuchter den Stand der Dinge und verweist auf die Verhandlungen der Anima-Vertreterinnen mit einem möglichen Investor.

Doch der Gemeinde scheint langsam die Geduld auszugehen: Man prüfe „unabhängig davon welche weiteren Möglichkeiten es für die Nutzung des Anima-Geländes gibt“. Dabei spiele das Thema Gesundheit ebenso eine Rolle wie das Tierwohl.

Der Ball liegt beim Landratsamt

Im Offenburger Landratsamt gibt man sich noch wortkarger: „Wir warten in Sachen Nachnutzung auf Signale der Stiftung und der Gemeinde“, so Sprecher Kai Hockenjos. Dabei liegt der Ball nicht zuletzt beim Landratsamt: Mit der „Waldumwandlungsgenehmigung“ hatte die Offenburger Behörde erst die rechtlichen Voraussetzungen für die Rodung von 8.500 Quadratmeter Wald geschaffen, der Platz machen musste für einen Parkplatz für 180 Stellflächen.

Ob der aber in dieser Größe genehmigt wird, das steht dahin. Eine schwärende Wunde in der Natur, die inzwischen als Lagerstätte für Abraum genutzt wird und hinter deren Wiederaufforstung offenbar ein erhebliches Fragezeichen steht. Bürgermeistern Sonja Schuchter hatte bereits signalisiert, dass eine Wiederaufforstung „wirtschaftlich nicht darstellbar“ sei. Beim Landratsamt wollte man die Frage, was mit der Brachfläche geschehen soll, noch nicht abschließend bewerten.

Die Pläne für die Anima-Tierwelt waren angesichts davon galoppierender Kosten 2019 gescheitert.

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