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Ehemalige Kurklinik

Studenten stellen in Sasbachwalden ihre Ideen für das Wagner-Kliniken-Areal vor

Dorf im Dorf, Bachhöfe im Grünen, Quartier ohne Fahrzeuge: 24 Master-Studenten für Architektur von der Hochschule Karlsruhe stellten ihre Ideen für das Areal der Wagner-Kliniken im Kurhaus „Zum Alde Gott“ vor. 

Eine Fülle an kreativen Ideen präsentierten die Architektur-Studenten, für das Foto nahmen sie kurz ihre Masken ab. Foto: Roland Spether

Wie soll das Areal der Wagner-Kliniken in Sasbachwalden künftig aussehen? Ein Semester lang hatten die Studenten von Professorin Susanne Dürr Zeit, ohne Vorgaben und aktuelle Bezüge zum Bebauungsplan der Gemeinde, ihrer architektonischen Kreativität freien Lauf zu lassen und das über 15.000 Quadratmeter umfassende Areal mit großen Gebäudekomplexen zu überplanen.

Dabei blieb es den Studenten überlassen, ob sie die teils massiven Gebäudekomplexe in ihre gestalterischen Visionen einbeziehen oder alle Gebäude abbrechen und das ganze Areal komplett neu gestalten würden. Dabei sollten allerdings die Vorstellungen der Gemeinde berücksichtigt werden, diesen Bereich mit Hotel, Ferienhäusern und Wohnungen zu befüllen.

Bei fast allen Modellen gab es mit der Einbeziehung des Langertbaches ein zentrales Thema, das mit interessanten Lösungsansätzen angegangen wurde und für die Pläne der Gemeinde interessant sein könnte.

Langertbach mit einbezogen - als Treffpunkt am Wasser

So wurde dieser unterirdische Bachlauf freigelegt und aufgeweitet, um hier inmitten der Bebauung einen Treffpunkt am Wasser, einen Grünzug mit Aufenthaltsqualität oder Bachhöfe als Wohnen in der natürlichen Nähe zum Bach einzurichten.

Dieses Leben am Langertbach als Herzstück der Planung mit Dorfladen, Café und Geschäften war eigentlich allen wichtig, bei den Gebäuden wurde viel Holz als typisches Bauelement des Schwarzwaldes verwendet und bei einem Modell ging es darum, Tradition und Charme von Sasbachwalden zu erhalten und modern zu interpretieren. Deutlich wurde auch, dass das Quartier ein Teil der Dorfstruktur sein soll und die Vernetzung räumlich über Wegenetze und Blickbeziehungen erfolgen könnte.

„Die 16 Modelle zeigen nicht nur Professionalität, sondern auch, dass sich die Studenten mit Sasbachwalden auseinandergesetzt und die wesentlichen Elemente in die Planung einbezogen haben“, so Bürgermeisterin Sonja Schuchter (CDU). „Das übertraf doch unsere Erwartungen“, meinte die Bürgermeisterin, die sich ebenso wie die Gemeinderäte begeistert von den Ideen der Studenten zeigten.

Gemeinde Sasbachwalden darf Pläne für weitere Überlegungen behalten

Die Pläne der angehenden Architekten darf die Gemeinde für ihre weiteren Überlegungen mit künftigen Investoren behalten, betonte Schuchter, die sich bei Professor Susanne Dürr, der Lehrbeauftragten Monika Joos und besonders bei den Studenten für die ausgezeichneten Arbeiten bedankte.

„Aufgrund der Topographie war es schon eine besondere Herausforderung mit hohem Schwierigkeitsgrad, den Bereich der Wagner-Kliniken zu überplanen. Aber gerade diese Herausforderung motivierte die Studenten, diese Aufgabe für ihr Masterstudium anzugehen“, so die Bürgermeisterin.

Diese Herausforderung unterstrich auch Susanne Dürr, zumal es sich bei den Wagner-Kliniken um ein topografisch schwieriges Areal handelt und Bauen auf dem Land für manchen vielleicht nicht so attraktiv erschien. Doch sie wurde eines Besseren belehrt und 24 Studenten (16 Modelle) meldeten sich, um ein spannendes architektonisches Problem zu lösen. Vorgabe der Professorin war, dass die Studenten gleichsam „dicht denken“ und ein „Maximum an Verträglichkeit“ planen. Wichtig war ihr auch, dass „ein Abreißen aller Gebäude nicht die Eintrittskarte für eine neue Bebauung“ für die Bereiche Hotel, Wohnen und Ferienhäuser sei.

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