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Die Bürger haben das Wort

Nationalpark Schwarzwald startet Umfrage zum Thema „Verkehr“

Am Ruhestein beginnt am 9. September die Bürgerbeteiligung für die Weiterentwicklung des Nationalparks. Thema beim ersten Termin ist der Verkehr.

Die gelb-weißen Nationalpark-Buslinien fahren aus vier Richtungen zum Ruhestein.
Archivfoto: Die gelb-weißen Nationalpark-Buslinien fahren aus vier Richtungen zum Ruhestein. Foto: Michaela Gabriel

Wie sieht die Zukunft des Nationalparks Schwarzwald aus? Acht Jahre nach seiner Gründung wollen Land und Nationalparkverwaltung das Schutzgebiet im Nordschwarzwald weiterentwickeln. Im breit aufgestellten Beteiligungsprozess sind Meinungen, Ideen und Anregungen interessierter Bürger gefragt.

Ob online oder vor Ort: Alle, die wollen, können sich aktiv in die Diskussion um die Zukunft des Nationalparks einbringen, schreibt die Nationalparkverwaltung in einer Pressemitteilung. Nach der Auftaktveranstaltung in Forbach im Juli und einer kürzlich abgeschlossenen Online-Beteiligung geht der Beteiligungsprozess nun in die nächste Runde: Im September und Oktober lädt die Nationalparkverwaltung zu öffentlichen Workshops und Führungen ein. Am 9. September geht es zu Beginn um den Verkehr.

„Bei den geplanten Führungen und Workshops steht die inhaltliche Weiterentwicklung im Fokus. Die zugrundeliegende Frage ist, welche Themen im Nationalpark perspektivisch gestärkt werden sollen. Dabei ist es uns wichtig, dass die Menschen ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen einbringen können. Zu jedem unserer Themenbereiche bieten wir eigene Veranstaltungen an, so dass man sich gezielt und tiefergehend mit einem Thema, das einem besonders am Herzen liegt, auseinandersetzen kann“, sagt Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl.

Wünsche der Menschen sollen widergespiegelt werden

Ziel des Beteiligungsprozesses mit seinen unterschiedlichen Formaten ist, dass die zukünftigen inhaltlichen Veränderungen im Nationalpark Schwarzwald die Wünsche der Menschen, die sich beteiligt und Ideen eingebracht haben, widerspiegeln sollen.

Beispiel nachhaltige Mobilität: Insbesondere bei den Menschen vor Ort spielt der Verkehr eine zentrale Rolle, wie die bisherigen Beiträge im Beteiligungsprozess zeigen.

„Besonders drei Punkte werden von den Bürgerinnen und Bürgern der Anrainergemeinden häufig genannt: Der Wunsch nach Reduzierung des Verkehrslärms, nach einer allgemeinen Verkehrsberuhigung und nach einem weiteren Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs“, so Natalie Beller, im Nationalpark zuständig für Tourismus und Erholung.

„Selbst der Verkehr, der nicht durch Gäste des Nationalparks verursacht wird, wird letztlich dem Nationalpark angelastet. Auch deshalb ist es der Nationalparkverwaltung wichtig, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und Ideen zu sammeln, wie die Region mit unserer Unterstützung weiter entlastet und der Verkehr noch nachhaltiger werden kann.“

Weitere Veranstaltungen widmen sich anderen speziellen Fragen: Wie lässt sich mit Besucherlenkung der Spagat zwischen Naturnutzung und Naturberuhigung schaffen? Wie lassen sich die Risiken von Waldschäden in angrenzenden Gebieten durch Tiere wie Borkenkäfer oder Rothirsch in Einklang bringen mit den Chancen für Waldentwicklung und Wildtiere innerhalb des Nationalparks? Was haben die unbeeinflusste Waldentwicklung auf großer Fläche und ein breites Mosaik an Lebensräumen für eine ökologische Bedeutung?

Offenes Forum steht auf dem Programm

Was können wir mithilfe der Forschung vom Wald und für den Wald lernen? Welches Potenzial birgt die Weiterentwicklung für den nachhaltigen Tourismus in der Region?

Wie kann der Nationalpark mithilfe von Social Media Wissen vermitteln, für Nationalpark und Naturschutz Verständnis und Begeisterung wecken oder Anregungen zum Weiterdenken geben? Auch ein offenes Forum steht auf dem Programm, bei dem man mit der Nationalparkleitung über die Chancen und Risiken der Weiterentwicklung sprechen kann.

Die Workshops finden im Nationalparkzentrum Ruhestein oder online statt. Die Führungen gehen durch Gebiete im Park, in denen das jeweilige Thema besonders anschaulich erläutert werden kann. Für alle Formate ist die Teilnahme kostenfrei.

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